KlosterHohenwart

Kloster Hohenwart

Kloster Hohenwart

Zentrum der Behindertenhilfe Regens Wagner Hohenwart

Das Kloster Hohenwart, eine ehemalige Benediktinerinnenabtei, liegt in der Marktgemeinde Hohenwart im bayerischen Landkreis Pfaffenhofen. Die Anlage, die eine reiche Geschichte aufweist, ist als Baudenkmal geschützt und beherbergt heute ein Zentrum für Menschen mit Behinderung.

Geschichte+

Die Gründung des Klosters Hohenwart erfolgte im Jahr 1074 durch Graf Ortolf und seine Schwester Wiltrudis aus dem Geschlecht der Grafen von Hohenwart. Die Klosterkirche wurde noch im selben Jahr dem heiligen Georg geweiht, mit Maria und Petrus als Nebenpatronen. Diese Adelsfamilie, die mit den Gründern ausstarb, war mit den Grafen von Dießen und Andechs verwandt. Im Zuge der Säkularisation wurde die Abtei im Jahr 1803 aufgelöst. Die ehemalige Klosterkirche dient seither als Pfarrkirche St. Georg. Da sich keine Käufer für die Klostergebäude fanden, konnten die Nonnen zunächst dort verbleiben. Seit 1876 sind die Gebäude im Besitz der Regens-Wagner-Stiftungen Dillingen und werden von Dillinger Franziskanerinnen geleitet. Aus der Zeit des Benediktinerinnenklosters sind wertvolle Zeugnisse erhalten, darunter das „Goldene Buch von Hohenwart“ sowie weitere historische Bücher, die heute in der Bayerischen Staatsbibliothek aufbewahrt werden. Die ursprüngliche romanische Basilika wurde 1895 durch einen Brand zerstört, doch Teile wie die Peterskapelle, der Kreuzgang und ein romanisches Kellergewölbe zeugen noch von der einstigen Bauweise. Ein besonderes Highlight ist die im Rokokostil umgestaltete Klosterapotheke aus dem Jahr 1739 mit ihrer filigranen Stuckdecke, die Motive der klösterlichen Heilkunst zeigt.

Lage+

Das Kloster Hohenwart befindet sich in der Marktgemeinde Hohenwart im bayerischen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm. Es liegt auf einer Höhe von etwa 440 Metern über dem Meeresspiegel.

Vor Ort+

Heute dient das ehemalige Benediktinerinnenkloster als regionales Zentrum der Behindertenhilfe Regens Wagner Hohenwart. Hier erhalten Menschen aller Altersstufen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen vielfältige Unterstützungsleistungen.

In der Naehe+
  • Gutshaus Schenkenau (Herren- und Gutshaus, 1257 m)
  • Schloss Englmannsberg (Schloss, 5653 m)
  • Schloss Niederarnbach (Schloss, 6434 m)
  • Schloss Pörnbach (Schloss, 6636 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 48.5974, 11.3758