Klosterbetrieb
Kloster Helfta

Das Kloster Helfta, auch bekannt als Kloster Sankt Marien zu Helfta, ist ein historisches Zisterzienserinnen-Kloster in Sachsen-Anhalt, Deutschland. Es erlangte im 13. Jahrhundert große Bedeutung als Zentrum der deutschen Frauenmystik und gilt als ein herausragendes Beispiel für die spirituelle und theologische Entwicklung weiblicher Klöster dieser Zeit.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters erfolgte im Jahr 1229 durch Graf Burchard von Mansfeld und seine Gemahlin Elisabeth von Schwarzburg nahe der Burg Mansfeld. Ursprünglich als Hauskloster der Grafen von Mansfeld konzipiert, wurde es mit sieben Nonnen aus dem St.-Jacobi-Kloster in Halberstadt besetzt. Nach dem Tod des Grafen verlegte seine Witwe das Kloster 1234 nach Rossdorf. Aufgrund von Wassermangel siedelten die Nonnen 1258 schließlich nach Helfta um. Unter der Äbtissin Gertrud von Hackeborn entwickelte sich das Kloster zu einem bedeutenden Ort der Mystik, geprägt durch Persönlichkeiten wie Mechthild von Magdeburg, Gertrud von Helfta und Mechthild von Hackeborn. Das Kloster wurde 1545/1546 säkularisiert und in den folgenden Jahrhunderten unterschiedlich genutzt, unter anderem als preußische Domäne und volkseigenes Gut, was zu seinem Verfall führte. Nach der politischen Wende wurde es revitalisiert und 1999 wiedereröffnet.
Lage+
Das Kloster Helfta befindet sich im Ortsteil Helfta der Lutherstadt Eisleben im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt. Es liegt auf einer Höhe von etwa 114 Metern über dem Meeresspiegel.
Vor Ort+
Heute ist das Kloster Helfta ein selbständiges Priorat des Zisterzienserordens. Es dient nicht nur als religiöse Stätte, sondern auch als Bildungszentrum und ist eine Station an der Straße der Romanik.
In der Naehe+
- Schloß Mittelort (Schloss, 3053 m entfernt)
- Schloß Hinterort (Schloss, 3204 m entfernt)
- Gutshaus Wormsleben (Herren- und Gutshaus, 3282 m entfernt)
- Herrenhaus Lüttchendorf (Herren- und Gutshaus, 3614 m entfernt)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 51.5085, 11.5793