KlosterHeiligkreuztal

Kloster Heiligkreuztal

Kloster Heiligkreuztal

Stefanus-Gemeinschaft
Museum

Das Kloster Heiligkreuztal, eine ehemalige Zisterzienserinnenabtei, befindet sich im gleichnamigen Ortsteil der Gemeinde Altheim in Oberschwaben, Baden-Württemberg. Es ist bekannt für seine lange Geschichte und die erhaltenen Baustrukturen, die von seiner einstigen Bedeutung zeugen.

Geschichte+

Die Ursprünge des Klosters Heiligkreuztal reichen bis ins Jahr 1140 zurück, als in Altheim eine klösterliche Gemeinschaft von Beginen existierte. Diese „grauen Schwestern“ schlossen sich 1204 dem Zisterzienserorden an. Die offizielle Gründung des Klosters Heiligkreuztal erfolgte um 1227. Durch die finanzielle Unterstützung von Graf Egon von Grüningen-Landau und seiner Schwester Hailwilgilde, die auch die erste Äbtissin wurde, konnte ein repräsentativer Klosterbau errichtet werden. Der Name Heiligkreuztal etablierte sich um 1231, angeblich nach der Stiftung eines Kreuzsplitters durch Graf Egon. König Heinrich (VII.) stellte das Kloster 1234 unter seinen Schutz, und Papst Gregor IX. bestätigte es 1251 mit weitreichenden Privilegien. Im Laufe der Jahrhunderte erwarb das Kloster, das vor allem Töchter aus Adelsfamilien aufnahm, umfangreichen Besitz. Im Jahr 1383 zählte der Konvent 125 Frauen. Äbtissin Veronika von Rietheim sorgte ab 1521 für eine strenge Ordensdisziplin und leitete umfangreiche Renovierungen ein, darunter die Ausgestaltung der Kirche durch den Meister von Meßkirch. Das Kloster erlitt Plünderungen im Schmalkaldischen Krieg (1552), durch schwedische Truppen (1632) und französische Truppen (1796). Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster Heiligkreuztal 1802/1803 aufgehoben, die letzten Nonnen verließen es bis 1843.

Lage+

Das Kloster Heiligkreuztal liegt in der Gemeinde Altheim, nahe Biberach, in der Region Oberschwaben in Baden-Württemberg. Es befindet sich auf einer Höhe von etwa 551 Metern über dem Meeresspiegel.

Vor Ort+

Die heutige Gestalt der Klostergebäude stammt maßgeblich aus dem frühen bis mittleren 18. Jahrhundert, unter der Äbtissin Maria Holzapfel. In dieser Zeit entstanden unter anderem Stuckarbeiten von Joseph Anton Feuchtmayer, ein Urkundenarchiv und eine bedeutende Bibliothek. Von 1973 bis 2020 wurden umfangreiche Renovierungsarbeiten an der Klosteranlage durchgeführt, die Kreuzgang, Zellen, Kapitelsaal, Kapelle und weitere Gebäude umfassten. Zu den bemerkenswerten Ausstattungsstücken zählt die Christus-Johannes-Gruppe aus dem frühen 14. Jahrhundert in der Apsis der Kirche sowie ein Malereizyklus aus dem 16. Jahrhundert im Kreuzgang.

In der Naehe+
  • Schloss Langenenslingen (Schloss, ca. 2327 m entfernt)
  • Schwesternsammlung Ertingen (Kloster, ca. 3167 m entfernt)
  • Schwesternsammlung Altheim (Kloster, ca. 3451 m entfernt)
  • Schloss Wilflingen (Schloss, ca. 3519 m entfernt)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Heiligkreuztal-Kreuzgang17248.jpg

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 48.1358, 9.4033