KlosterHedersleben

Kloster Hedersleben

Kloster Hedersleben

Das Kloster Hedersleben, ein bedeutendes Kulturdenkmal in Sachsen-Anhalt, liegt malerisch in der Selkeniederung am westlichen Rand des Dorfes Hedersleben. Die Anlage, die einst ein Zisterzienserinnenkloster beherbergte, präsentiert sich heute als vielseitiges Zentrum für Veranstaltungen, Bildung und spirituelles Leben.

Geschichte+

Die Gründung des Zisterzienserinnenklosters St. Maria und Gertrud erfolgte im Jahr 1253 durch die Brüder Albert und Ludwig von Hakeborn. Bereits 1262 bezogen zwölf Nonnen aus dem Kloster Helfta die neue Einrichtung, deren erste Äbtissin Gertrud von Hackeborn war. Die Herren von Hakeborn schenkten dem Kloster 1264 die Pfarrkirche in Badersleben samt aller Rechte. Selbst während der Reformation bewahrte der Konvent unter der Äbtissin Margarete von Hoym den katholischen Glauben. Dies führte ab 1565 zu Spannungen, da die Klosterkirche von beiden Konfessionen genutzt wurde. Die Zisterzienserinnen mussten daraufhin 1713/14 die evangelische Trinitatiskirche auf dem Klostergelände errichten. Die heute sichtbare Bausubstanz stammt größtenteils aus dem 18. Jahrhundert, mit umfassenden Bauphasen ab 1705. Im Jahr 1810 wurde das Kloster durch ein Dekret des Königreichs Westphalen säkularisiert. Nach dem Tod der letzten Äbtissin Maria Theodora Meinong erwarben Bankiers das Klostergut, das später an Johann-Matthias Heyne verkauft wurde, wobei die Kirche als katholischer Sakralbau erhalten bleiben sollte. Die letzten Zisterzienserinnen verstarben 1854/55. Nach Enteignungen 1945 und einer Nutzung als Schule und LPG in der DDR-Zeit, wurde das Kloster nach 1990 saniert und als Tagungs- und Bildungszentrum genutzt. 2014 erwarben Nachkommen der Familie Heyne das Kloster, setzten jedoch die öffentliche Nutzung fort.

Lage+

Das Kloster Hedersleben befindet sich in der Selkeniederung am westlichen Ortsrand von Hedersleben in Sachsen-Anhalt, Deutschland, eingebettet in die Harzregion.

Vor Ort+

Heute dient die denkmalgeschützte Klosteranlage als Veranstaltungszentrum, beherbergt eine katholische Pfarrei und ein Bildungswerk. Zudem stehen Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die zweigeschossigen Klausurgebäude, die den quadratischen Innenhof umschließen, wurden 1705 und 1773 erbaut.

In der Naehe+
  • Herrenhaus Wedderstedt (Herren- und Gutshaus, 2090 m entfernt)
  • Gutshaus Hausneindorf (Herren- und Gutshaus, 2514 m entfernt)
  • Herrenhaus Hausneindorf (Herren- und Gutshaus, 2682 m entfernt)
  • Burg Hausneindorf (Burg, 2696 m entfernt)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Fiebigphoto at German Wikipedia / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 51.8598, 11.2480