Kloster (aktiv)
Kloster Habsthal

Das Kloster Habsthal, ein Benediktinerinnenkloster, befindet sich in Habsthal, einem Ortsteil von Ostrach im Landkreis Sigmaringen. Es ist ein eher unbekanntes barockes Juwel in Oberschwaben und liegt an der Oberschwäbischen Barockstraße, dem Oberschwäbischen Pilgerweg sowie einer Etappe des Habsthaler Jakobswegs.
Geschichte+
Die Ursprünge des Klosters liegen in Mengen, wo sich in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts eine Beginengemeinschaft bildete. Diese Frauen widmeten sich der Krankenpflege und der Versorgung von Armen und Waisen. Mit kirchlicher Anerkennung und der Unterstützung von Stiftern wie Pfalzgraf Hugo IV. von Tübingen und König Rudolf von Habsburg zogen sie 1259 nach Habsthal. Dort schlossen sie sich dem Dominikanerorden an und lebten fortan nach den Regeln des heiligen Augustinus, geprägt von strenger Klausur und Chorgebet. Das Kloster, das zwischen 1259 und 1266 gegründet wurde, erwarb durch Schenkungen eine kleine Herrschaft in den Gemarkungen Habsthal, Rosna und Bernweiler und besaß die Niedere Gerichtsbarkeit. Die Aufhebung des Konvents erfolgte 1806 durch Napoleon, und die Besitzungen gingen an das Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen über. Obwohl die Klosterfrauen unter Einschränkungen weiterleben durften, wurde das Dominikanerinnenkloster 1840 endgültig aufgehoben. Die Gebäude dienten danach als Bildungsanstalt und später als Straf- und Korrekturanstalt. Im Jahr 1892 erwarben Benediktinerinnen aus der Schweiz das Klostergebäude und etablierten dort den Sitz der Äbtissin sowie das Noviziat. Das Patrozinium des Klosters ist Maria.
Lage+
Das Kloster Habsthal liegt in Habsthal, einem Teilort von Ostrach, im Landkreis Sigmaringen in Baden-Württemberg, Deutschland.
Vor Ort+
Das Klostergebäude ist eine Vierflügelanlage mit einer geosteten Kirche, die im 13. Jahrhundert nach dem St. Gallener Planschema errichtet wurde. An der nordwestlichen Ecke befindet sich ein barocker Ölberg aus der Zeit um 1520. Die Klosterkirche St. Stephan wurde nach der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg um 1650 teilweise neu aufgebaut und erweitert. Ihre barocke Ausstattung wurde um 1750 vollendet und präsentiert sich als Saalkirche mit geradem Chorabschluss. Die Kirche beherbergt zahlreiche Kunstschätze, die die Marienverehrung des Klosters über fast 600 Jahre hinweg widerspiegeln. Seit 2013 betreibt die Klostergemeinschaft einen Klosterladen. Dach- und Fassadensanierungen wurden 2014 abgeschlossen.
In der Naehe+
- Wilhelmitenkloster, dann Benediktinerpriorat Mengen (Kloster, ca. 6279 m entfernt)
- Schloss Krauchenwies (Schloss, ca. 6332 m entfernt)
- Fürstliches Landhaus (Schloss, ca. 6460 m entfernt)
- Schwesternsammlung Mengen (Kloster, ca. 6456 m entfernt)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Photo: Andreas Praefcke / CC BY 3.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 47.9914, 9.3217