Die Gründung des Klosters Günterstal wird auf das Jahr 1221 datiert, auch wenn die erste urkundliche Erwähnung und die Weihe eines Altars in der Klosterkapelle durch den Konstanzer Bischof Konrad II. von Tegerfelden erst im September 1224 stattfanden. Die offizielle Anerkennung als Kloster erfolgte zwischen 1224 und 1233. Es wird angenommen, dass ein Adliger von der Burg Kybfelsen das Kloster für seine Töchter Adelheid und Berta stiftete. Die Gemeinschaft schloss sich bald dem Zisterzienserorden an, wobei der Abt des Klosters Tennenbach die Aufsicht als Vater-Abt führte. Päpstliche Bestätigungen der Besitztümer erfolgten 1233 durch Gregor IX. und 1246 durch Innozenz IV. Nach einem sechsjährigen Aufenthalt in Oberried kehrten die Nonnen 1242 nach Günterstal zurück. Im Jahr 1344 umfassten die Besitztümer des Klosters Ländereien in 90 Ortschaften. Adelige Familien der Region unterstützten das Kloster durch Schenkungen, und ihre unverheirateten Töchter traten ein. Das Kloster erlitt im Laufe seiner Geschichte mehrfach Schäden, beispielsweise durch eine Überschwemmung im Jahr 1486 und Plünderungen während des Bauernkriegs 1525 sowie durch die Schweden im Jahr 1632. Im Jahr 1727 wurde der Neubau der Klosteranlage im Barockstil beschlossen, der zwischen 1728 und 1738 nach Plänen von Peter Thumb unter Äbtissin Maria Franziska Cajetana von Zurthannen realisiert wurde. Die Aufhebung des Klosters erfolgte im Rahmen der Säkularisation im Jahr 1806.
Kloster Günterstal

Das Kloster Günterstal, eine ehemalige Zisterzienserinnenabtei, liegt in Baden-Württemberg und ist ein bemerkenswertes Beispiel barocker Architektur. Es wurde der Heiligen Maria geweiht und blickt auf eine lange Geschichte von der Gründung im 13. Jahrhundert bis zur Säkularisation im frühen 19. Jahrhundert zurück.
Geschichte+
Lage+
Das ehemalige Kloster Günterstal befindet sich in Baden-Württemberg, Deutschland, auf einer Höhe von etwa 329 Metern über dem Meeresspiegel.
Vor Ort+
Die barocke Klosteranlage, die zwischen 1728 und 1738 erbaut wurde, prägt noch heute das Bild des Ortes. Die ehemalige Nutzung als Zisterzienserinnenabtei endete mit der Säkularisation im Jahr 1806.
In der Naehe+
- Kloster St. Lioba (Kloster, 358 m entfernt)
- Schloss Merzhausen (Schloss, 2027 m entfernt)
- Burgrest Kybfelsen (Burg, 2204 m entfernt)
- Dominikanerinnenkloster St. Katharina in der Wiehre (Kloster, 2800 m entfernt)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: user:Joergens.mi / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 47.9651, 7.8562