KlosterOsnabrück

Kloster Gertrudenberg

Kloster Gertrudenberg

Psychiatrische Klinik

Das Kloster Gertrudenberg, eine ehemalige Benediktinerinnen-Abtei, befindet sich in Osnabrück, Niedersachsen. Es ist bekannt für seine lange Geschichte, die bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht, und die erhaltene Klosterkirche, die heute als Simultankirche dient.

Geschichte+

Die Ursprünge des Klostergeländes reichen bis ins späte 8. Jahrhundert zurück, als dort eine karolingische Michaelskapelle entstand, möglicherweise an der Stelle eines vorchristlichen Heiligtums. Bischof Benno II. von Osnabrück (1068–1088) beabsichtigte die Gründung eines Benediktinerinnenklosters, das der Heiligen Gertrud geweiht sein sollte, scheiterte jedoch zunächst am Widerstand der Kanonissen aus Herzebrock. Eine erste Klosterkirche wurde dennoch errichtet. Die eigentliche Gründung des Klosters Gertrudenberg erfolgte um 1140 unter Bischof Udo von Steinfurt. Unter seinem Nachfolger Philipp von Katzenelnbogen etablierten sich die benediktinischen Regeln. Ein erweiterter Kirchenbau entstand unter Verwendung der vorhandenen Fundamente. Nach einer möglichen Zerstörung im frühen 13. Jahrhundert wurde die Klosterkirche in ihrer heutigen Form zwischen 1230 und 1235 fertiggestellt. Das Kloster profitierte von Schenkungen und wirtschaftlichen Unternehmungen, was zu Wohlstand führte. Es überstand die Reformation, wurde aber aufgrund seiner strategischen Lage mehrfach in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt und beschädigt. Im Dreißigjährigen Krieg brannte es 1636 ab und wurde bis 1658 wiederaufgebaut. Das Äbtissinnenhaus von 1767 und der umgebaute Westflügel von 1765 sind erhalten, ebenso wie der ältere Kreuzgang aus dem 12. Jahrhundert und das Pforthaus von 1709. Die Aufhebung des Klosters erfolgte 1803 im Zuge der Säkularisation.

Lage+

Das Kloster Gertrudenberg liegt in der Stadt Osnabrück in Niedersachsen, Deutschland, auf einer Höhe von etwa 94 m über dem Meeresspiegel.

Vor Ort+

Auf dem ehemaligen Klostergelände befindet sich heute das privatisierte Niedersächsische Landeskrankenhaus Osnabrück. Erhalten sind das frühere Äbtissinnenhaus und die Klosterkirche, die Gertrudenkirche, welche als Simultankirche genutzt wird. Das Gelände ist seit 1970 öffentlich zugänglich, und das ehemalige Äbtissinnenhaus beherbergt teilweise ein Café.

In der Naehe+
  • Benediktinerinnenkloster Osnabrück (Kloster, 430 m)
  • Franziskanerkonventualenkloster Osnabrück (Kloster, 632 m)
  • Dom St. Peter (Kathedrale/Dom, 723 m)
  • Dominikanerkloster Osnabrück (Kloster, 740 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Osnabruck-KlosterGertrudenberg-20071227.jpg

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 52.2835, 8.0475