KlosterBreitungen/Werra

Kloster Frauenbreitungen

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Turmuntersatz der St. Marienkirche

Das ehemalige Kloster Frauenbreitungen, einst ein bedeutendes geistliches Zentrum, befindet sich im heutigen südwestlichen Thüringen. Von der ursprünglichen Anlage ist heute noch der romanische Sockel des Turms der St. Marienkirche erhalten, der von seiner langen und wechselvollen Geschichte zeugt.

Geschichte+

Die Ursprünge des Klosters liegen in der Gründung eines Hospitals im Jahr 1137 auf Besitzungen der Benediktinerabtei Hersfeld. Eine Kirche wurde 1148 geweiht. Bereits 1150 entstand ein Doppelstift für Brüder und Schwestern, das sich an die Regeln der Augustiner-Chorherren anlehnte. Zeugen der Gründungsurkunde, darunter der Propst des Prämonstratenserstifts Veßra, deuten darauf hin, dass das Stift schon früh dem Prämonstratenserorden angehörte. Ab 1168 konzentrierte sich das Kloster auf die Schwesternschaft, was die Trennung vom männlichen Konvent signalisierte. Diese Prämonstratenserinnen besaßen Ländereien westlich der Werra. Um 1220 festigte sich die kirchenrechtliche Bindung an das Prämonstratenserstift Veßra. Der Name Frauenbreitungen ist seit 1285 belegt. Im Jahr 1514 wechselten die Nonnen zur Benediktinerregel. Ein großer Flügelaltar aus dem Jahr 1518 wird dem Kloster zugeschrieben. Während des Bauernkrieges im Jahr 1525 erlitt das Kloster schwere Beschädigungen und wurde vermutlich 1528 säkularisiert.

Lage+

Das Kloster Frauenbreitungen lag am westlichen Ufer der Werra, gegenüber von Herrenbreitungen, in der historischen Grafschaft Henneberg. Heute gehört das Gebiet zum Landkreis Schmalkalden-Meiningen in Thüringen.

Vor Ort+

Von den einstigen Klosterbauten ist heute der romanische Turmuntersatz der St. Marienkirche erhalten, der als Zeugnis der Vergangenheit dient.

In der Naehe+
  • Russwurmsches Herrenhaus (Herren- und Gutshaus, 222 m)
  • Schloss Herrenbreitungen (Schloss, 607 m)
  • Burgruine Frankenberg (Burg, 3997 m)
  • Schloss Todenwarth (Schloss, 4072 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 50.7540, 10.3369