KlosterFischbach

Kloster Fischbach

Kloster Fischbach

Gaststätte

Das Kloster Fischbach, ein ehemaliges Augustiner-Chorfrauen-Stift, befand sich in der heutigen rheinland-pfälzischen Gemeinde Fischbach. Seine Geschichte ist eng mit einer Marienwallfahrt verbunden, die bereits vor der Klostergründung existierte.

Geschichte+

Die Ursprünge des Ortes reichen bis ins Jahr 1221 zurück, als eine der Heiligen Maria geweihte Wallfahrtskapelle zur Pfarrei Hochspeyer gehörte. Diese Kapelle wurde später dem Kloster Höningen übergeben. Im Jahr 1389 wurde die Fischbacher Kapelle von der Pfarrei Hochspeyer abgetrennt und die Seelsorge den Höninger Chorherren anvertraut. Nach einer Phase, in der die Rechte an das Pauliner-Kloster St. Jakob auf dem Donnersberg übergingen und es zu Streitigkeiten kam, wurden die Höninger Konventualen 1449 wieder in ihre Rechte eingesetzt. Aus der Windesheimer Reformbewegung heraus erfolgte 1471 die Gründung des Klosters Fischbach. Der Höninger Propst Johann Soitmann initiierte die Besiedlung mit sechs Augustiner-Chorfrauen aus Lippstadt, die die ständige Betreuung der Marienkapelle und ein geistliches Leben sicherstellen sollten. Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz übernahm 1475 die Schirmherrschaft. Das Kloster erlebte eine Blütezeit und entsandte 1486 Schwestern zur Gründung eines Konvents in Kleinlützel. Im Pfälzischen Bauernkrieg von 1525 wurde der Konvent geplündert und verwüstet. Die Aufhebung des Klosters erfolgte schließlich im Jahr 1564.

Lage+

Die Klosteranlage befand sich auf einem Plateau einer Bergzunge im Zentrum des heutigen Dorfes Fischbach, das in Rheinland-Pfalz, nahe Kaiserslautern, liegt. Das Plateau war von Weihern umgeben und fiel nach Osten und Süden steil ab. An der Ostseite sicherten starke Stützmauern und -pfeiler den Berg zum Talgrund hin, von denen Teile erhalten sind.

Vor Ort+

Bei Bauarbeiten im Jahr 1899 wurden Grundmauern der Konventskirche ausgegraben. Es handelte sich um eine einschiffige, gotische Kirche mit dreiseitigem Chorschluss, die hart am östlichen Rand des Plateaus, oberhalb der Stützmauer, lag und mit dem Chor nach Nordosten ausgerichtet war. Der Bereich der Kirche befindet sich heute im Bereich der Gaststätte Klosterhof.

In der Nahe+
  • Burgruine Diemerstein (Burg, 3647 m)
  • Kloster Enkenbach (Kloster, 3756 m)
  • Prämonstratenserinnenstift St. Maria, Enkenbach, später Prämonstratenserstift (Kloster, 3759 m)
  • Orthsches Haus (Herren- und Gutshaus, 4362 m)

Nimm Mobile Geschichte mit auf die Reise

Diesen Text liest du gerade kostenlos. Mit Premium kommt dazu, was unterwegs zählt: Beschreibungen vorlesen lassen, Objekte durch die Kamera finden, Regionen offline mitnehmen.

  • Alle Beschreibungstexte, auch die der ~17.700 Premium-Objekte
  • Audio-Guide: Beschreibungen unterwegs vorlesen lassen
  • AR-Sucher: Objekte durch die Kamera sehen, mit Entfernung und Richtung
  • Unbegrenzte Merkliste

14 Tage kostenlos testen, danach ab 2,99 € im Monat. Jederzeit kündbar.

Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Joachim Specht / CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 49.4536, 7.9133