KlosterWürzburg

Kloster Engelgarten

Kloster Engelgarten

Klostermühle

Das ehemalige Kloster Engelgarten, eine historische Kartause, befand sich in der bayerischen Stadt Würzburg. Es zeichnete sich durch seine besondere Lage und eine wechselvolle Geschichte aus, die von Gründung, Blütezeiten und schließlich der Säkularisation geprägt war.

Geschichte+

Die Gründung des Klosters Engelgarten erfolgte im Jahr 1352 auf einem Gelände, das ursprünglich als „Teufelsgarten“ bekannt war. Der Würzburger Bischof Albrecht von Hohenlohe benannte es um und weihte es im Mai 1352 allen heiligen Engeln. Johannes vom Steren verkaufte das Areal bereits 1348 an die Kartäuser. Zahlreiche Stiftungen einflussreicher Patrizierfamilien, darunter Eberhard von Riedern und Konrad Zingel, trugen in der Frühzeit zum Wohlstand des Klosters bei. Im Jahr 1397 schützten die Burggrafen von Nürnberg die Kartause vor Zerstörungen während eines Bürgeraufstands in Würzburg. Trotz des Bauernkriegs 1525 blieb das Kloster unversehrt, erlebte jedoch im Zuge der Reformation einen deutlichen Rückgang der Mönchszahl. Während des Dreißigjährigen Krieges suchten Mönche aus Grünau hier Zuflucht, bevor die Würzburger Kartäuser selbst vor den Schweden fliehen mussten, die das Kloster als Kaserne nutzten und erhebliche Schäden hinterließen. Nach 1648 erlebte Engelgarten einen Wiederaufschwung und erweiterte seinen Besitz. Die Auflösung des Klosters erfolgte 1803 im Zuge der Säkularisation. Die Klosterkirche wurde in ein protestantisches Gotteshaus umgewandelt. Die Gebäude wurden später für verschiedene Zwecke genutzt, darunter eine orthopädische Heilanstalt und eine Brauerei, bevor sie 1853 für den Bau des Bahnhofs der Ludwigs-West-Bahn abgerissen wurden.

Lage+

Das ehemalige Kloster Engelgarten befand sich in der Stadt Würzburg in Bayern, Deutschland, auf einer Höhe von etwa 184 Metern über dem Meeresspiegel. Heute steht an dieser Stelle das Mainfranken Theater.

Vor Ort+

Von den ursprünglichen Klostergebäuden ist heute nur noch die Klostermühle erhalten, die aus dem 17. Jahrhundert stammt. Sie wurde nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg im Jahr 1961 wieder aufgebaut und ist als Baudenkmal gelistet. Die Mühle besitzt ein Satteldach und ist mit Volutengiebeln ausgestattet.

In der Naehe+
  • Zobel´scher Hof (Residenz, ca. 122 m)
  • Huttenhof (Residenz, ca. 122 m)
  • Gambertshof (Residenz, ca. 192 m)
  • Greiffenclau Palais (Residenz, ca. 208 m)

Nimm Mobile Geschichte mit auf die Reise

Diesen Text liest du gerade kostenlos. Mit Premium kommt dazu, was unterwegs zählt: Beschreibungen vorlesen lassen, Objekte durch die Kamera finden, Regionen offline mitnehmen.

  • Alle Beschreibungstexte, auch die der ~17.700 Premium-Objekte
  • Audio-Guide: Beschreibungen unterwegs vorlesen lassen
  • AR-Sucher: Objekte durch die Kamera sehen, mit Entfernung und Richtung
  • Unbegrenzte Merkliste

14 Tage kostenlos testen, danach ab 2,99 € im Monat. Jederzeit kündbar.

Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: User:Mattes / Public domain via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 49.7961, 9.9381