Archäologische Spuren
Kloster Breitenbich

Das Kloster Breitenbich war ein Zisterzienserinnenkloster in Thüringen, Deutschland, das im 13. Jahrhundert nur wenige Jahre existierte. Es diente als Ursprung für die spätere Gründung des Klosters Anrode und war der Gottesmutter Maria sowie Allerheiligen geweiht, wobei der ursprüngliche Klostername nicht überliefert ist.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters erfolgte wahrscheinlich um 1230, wobei eine Dotierungsurkunde von 1250 auf einen bereits bestehenden Konvent hindeutet. Die wirtschaftliche Basis bildeten Stiftungen von Gütern durch die Erben Dietrichs von Helmsdorf. In einer Region, die von Konflikten zwischen eichsfeldischen Interessen und der Reichsstadt Mühlhausen geprägt war, litt das Kloster früh unter Plünderungen. Während des thüringisch-hessischen Erbfolgekrieges (1247–1263) wurden die Klostergebäude so stark beschädigt, dass ein geregeltes Ordensleben nicht mehr möglich war. Die Nonnen fanden daraufhin in Mühlhausen Zuflucht und gründeten später das Kloster Anrode. An diesem Ort entstand 1253 eine Kommende des Lazarus-Ordens.
Lage+
Das ehemalige Kloster befand sich im heutigen Weiler Breitenbich, einem Ortsteil von Zella, das zur Stadt Dingelstädt im Landkreis Eichsfeld in Thüringen gehört. Es war kirchenrechtlich dem Erzbistum Mainz zugeordnet. Die Überreste der Klosterkirche und der Konventsgebäude werden etwa 300 Meter südwestlich der heutigen Bebauung von Breitenbich vermutet, wo im 19. Jahrhundert Fundamentreste entdeckt wurden.
Vor Ort+
Heute sind von dem einstigen Kloster Breitenbich lediglich archäologische Spuren erhalten, die auf die kurze Existenz dieser frühen Zisterzienserinnen-Niederlassung hinweisen. Eine aktive Nutzung als Sakralbau oder Konvent besteht nicht mehr.
In der Naehe+
- Gutshaus Hüpstedt (Herren- und Gutshaus, 4961 m)
- Kloster Anrode (Sakralbau, 5727 m)
- Kloster Reifenstein (Sakralbau, 6432 m)
- Franziskanerkloster Kerbscher Berg (Dingelstädt) (Sakralbau, 6829 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Memoseal / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 51.2919, 10.3921