KlosterHerbrechtingen

Kloster Anhausen an der Brenz

Kloster Anhausen an der Brenz

Wohnraum, Lager, landwirtschaftlicher Betrieb

Das Kloster Anhausen an der Brenz, ein ehemaliges Benediktinerkloster, befindet sich in der Region Heidenheim in Baden-Württemberg. Die Anlage ist ein bedeutendes Kulturdenkmal Deutschlands, dessen Ursprünge in die Romanik zurückreichen und das eine wechselvolle Geschichte durchlaufen hat.

Geschichte+

Die Gründung des Klosters erfolgte im Jahr 1095 durch vier Söhne des Pfalzgrafen Manegold d. Ä. in Langenau. Im Jahr 1125 wurde der Konvent nach Anhausen verlegt, da die Mönche die Umgebung an der Nau als zu laut empfanden. Ab 1287 übten die Grafen von Helfenstein die Vogteirechte über das Kloster aus, das über umfangreichen Grundbesitz verfügte. Im 14. Jahrhundert erwarb das Kloster weitere Ländereien und begann neben Landwirtschaft und Weinbau auch mit der Bierherstellung. Ursprünglich im romanischen Stil errichtet, wurde die Anlage nach Zerstörungen in den Jahren 1448 und 1462 im spätgotischen Stil erneuert. Herzog Ulrich von Württemberg hob das Kloster 1536 erstmals auf und wandelte es in eine Klosterschule um. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde es 1630 vorübergehend rekatholisiert, bevor Herzog Eberhard III. von Württemberg es 1648 endgültig säkularisierte. Bis zur Auflösung durch Napoleon im Jahr 1806 residierten in der Einrichtung evangelische Prälaten. Danach verfiel die Anlage teilweise; die Kirche wurde zwischen 1831 und 1835 abgerissen. Zeitweise beherbergte das ehemalige Kloster eine Baumwollspinnerei und eine Bierbrauerei.

Lage+

Das Kloster Anhausen liegt in Bolheim, einem Ortsteil von Herbrechtingen, im Landkreis Heidenheim in Baden-Württemberg. Die Anlage befindet sich am Beginn des Eselsburger Tals, einem Naturschutzgebiet mit einer Flussschleife der Brenz, das zur Schwäbischen Alb gehört.

Vor Ort+

Von der einstigen Klosteranlage sind heute das Prälaturgebäude aus dem 16. bis 17. Jahrhundert, die ehemalige Winterkirche sowie Gebäude der Bierbrauerei aus dem 18. und 19. Jahrhundert erhalten. Auch die frühere Klosterschenke existiert noch. Die erhaltenen Gebäude werden heute als Wohnraum, Lager und von einem landwirtschaftlichen Betrieb genutzt und sind nicht öffentlich zugänglich.

In der Naehe+
  • Burgrest Bindstein (Burg, 1274 m)
  • Burgrest Hürgerstein (Burg, 1823 m)
  • Burgruine Falkenstein (Burg, 2053 m)
  • Kloster Herbrechtingen (Sakralbau, 2076 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Geak (Diskussion) / Copyrighted free use via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 48.6178, 10.1504