KlosterHaldensleben

Kloster Althaldensleben

Kloster Althaldensleben

Schule

Das Kloster Althaldensleben, ein ehemaliges Zisterzienserinnenkloster, befindet sich in der Region Börde in Sachsen-Anhalt. Es ist ein bedeutendes Zeugnis der Klostergeschichte und der regionalen Entwicklung.

Geschichte+

Die Gründung des Zisterzienserinnenklosters Althaldensleben erfolgte im Jahr 1228 durch Erzbischof Albrecht I. von Magdeburg, der Nonnen aus dem Kloster Wöltingerode ansiedelte. Das Kloster, das Maria und Jakobus geweiht war, spielte eine wichtige Rolle in der Betreuung der katholisch gebliebenen Bevölkerung nach der Einführung der Reformation. Äbtissin Sophia von Alvensleben verhinderte im 16. Jahrhundert die vollständige Übernahme der evangelischen Lehre. Trotzdem wurden ab 1562 sowohl katholische als auch evangelische Gottesdienste in der Klosterkirche abgehalten. Im Jahr 1708 wurde die Kirche aufgrund konfessioneller Spannungen in zwei Bereiche geteilt. Das Kloster bestand bis zu seiner Aufhebung und Säkularisation im Jahr 1810 durch die Behörden des Königreichs Westphalen. Die Klostergebäude und Ländereien wurden anschließend an den Magdeburger Unternehmer Johann Gottlob Nathusius verkauft, der die ehemaligen Klostergebäude zu einem Herrenhaus umgestaltete. Die im Kloster bestehende Kapelle wurde 1830 in einen Neubau einer Doppelkirche in Althaldensleben verlegt. Nach mehreren Eigentümerwechseln und der Nutzung als sowjetisches Wirtschaftsgut wurde die Anlage 1949 enteignet und ab 1952 als Volks- und Berufsschule genutzt. Zwischen 1996 und 2000 erfolgte eine umfangreiche Sanierung, und seitdem dient das Objekt als Berufsschulzentrum.

Lage+

Das ehemalige Kloster Althaldensleben liegt in der Region Börde in Sachsen-Anhalt, Deutschland, auf einer Höhe von etwa 81 Metern über dem Meeresspiegel.

Vor Ort+

Die historischen Klostergebäude und der Gutshof sind heute als Baudenkmal geschützt und werden als Berufsschulzentrum genutzt. Die Sachgemeinschaft aus vierflügeliger Klausur und den Wirtschaftsgebäuden des Gutshofes ist von kultur-, kirchen- und wirtschaftshistorischer sowie städtebaulicher Bedeutung. Auch die Ober- und Untermühle aus dem 18. Jahrhundert sowie die ehemalige Fabrik und Gutsarbeiterhäuser aus dem 19. Jahrhundert sind Teil des denkmalgeschützten Ensembles.

In der Naehe+
  • Schloss Hundisburg (Schloss, 2051 m entfernt)
  • Wohnturm Hundisburg (Burg, 2154 m entfernt)
  • Gutshaus Glüsig (Herren- und Gutshaus, 2911 m entfernt)
  • Kirchenruine Nordhusen (Kirche, 3008 m entfernt)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Althaldensleben_Wirtschaftshof_April_2009.JPG

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 52.2634, 11.4197