KlosterFreiburg im Breisgau

Kloster Allerheiligen

Kloster Allerheiligen

Das ehemalige Augustiner-Chorherrenstift Allerheiligen in Freiburg im Breisgau, gelegen auf etwa 286 Metern über dem Meeresspiegel, ist ein historischer Sakralbau, der eine wechselvolle Geschichte hinter sich hat. Ursprünglich als Chorherrenstift gegründet, prägte es über Jahrhunderte das geistliche Leben der Region.

Geschichte+

Die Gründung des Stifts Allerheiligen erfolgte im Jahr 1302 durch Ritter Johannes Amann von Waldkirch an der Stelle eines bereits bestehenden Bettelordenklosters. Diese Gründung wurde von Bischof Heinrich von Konstanz und Graf Konrad von Freiburg bestätigt. Die ersten Chorherren stammten aus dem elsässischen Stift Marbach. Die Besitztümer des Freiburger Stifts konzentrierten sich auf die Gebiete um Endingen, Riegel und Ihringen am Kaiserstuhl. Anfänglich waren viele Mitglieder adliger Herkunft, später kamen sie ausschließlich aus dem Bürgertum. Im Jahr 1370 wurde Bertold Schultheiß, ein Chorherr von Allerheiligen, zum Propst von St. Märgen gewählt, wodurch beide Klöster unter eine gemeinsame Leitung fielen. Nach einem Brand in St. Märgen im 15. Jahrhundert zogen die dortigen Chorherren nach Freiburg um, was 1495 zu einer Erweiterung des Chores und dem Erwerb angrenzender Gebäude führte. Ab 1500 trug der Propst auch den Titel des Abtes von Allerheiligen. Ein weiterer Brand im Jahr 1518 zerstörte die Klostergebäude, nur die Kirche blieb erhalten. Ab 1540 nahm die Bedeutung des Freiburger Stifts ab, und die Chorherren kehrten allmählich nach St. Märgen zurück. Ab 1672 musste das Chorgebet in Freiburg eingestellt werden, da es nicht mehr genügend Chorherren gab. Im Zuge der Neuanlage der Freiburger Festungsanlagen durch Vauban wurden die Stiftsgebäude 1677 abgerissen. Die Gebeine der Pröpste Jakob und Christoph wurden in die Kirche der Augustiner-Eremiten überführt, die Stiftsglocke ging an die Münsterbauhütte, und das Gnadenbild gelangte über verschiedene Stationen schließlich nach St. Märgen. Im Jahr 1806 wurde das Chorherrenstift im Rahmen der Säkularisation aufgelöst, zu diesem Zeitpunkt lebten noch drei Chorherren dort. Die Gebäude wurden Teil des Neubaus des Ordinariats. Die Kirche diente von 1806 bis 1851 der evangelischen Gemeinde Freiburgs als Gotteshaus, bevor die Ludwigskirche diese Funktion übernahm. Die Orgel der Kirche wurde 1808 von der Gemeinde Hartheim erworben.

Lage+

Das Kloster Allerheiligen befindet sich in der Stadt Freiburg im Breisgau, im Bundesland Baden-Württemberg in Deutschland. Es liegt auf einer Höhe von etwa 286 Metern über dem Meeresspiegel.

Vor Ort+

Die ehemaligen Gebäude des Klosters Allerheiligen sind heute in den Neubau des Ordinariats integriert. Die frühere Stiftskirche diente nach der Säkularisation für einige Jahrzehnte der evangelischen Gemeinde als Gotteshaus.

In der Naehe+
  • Freiburger Münster (Sakralbau, 137 m)
  • Palais Haus zum Ritter (Residenz, 209 m)
  • Palais Sickingen (Residenz, 219 m)
  • Deutschordenskommende Freiburg (Schloss, 220 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Public domain via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 47.9950, 7.8547