KlosterWeißenfels

Klarissenkloster Weißenfels

Klarissenkloster Weißenfels

leer

Das ehemalige Klarissenkloster in Weißenfels, ein Kulturdenkmal im Burgenlandkreis, Sachsen-Anhalt, zeugt von einer langen und wechselvollen Geschichte. Ursprünglich im späten 13. Jahrhundert gegründet, diente es über Jahrhunderte als geistliches Zentrum, bevor es unterschiedlichen weltlichen Nutzungen zugeführt wurde. Seine Architektur und die erhaltenen Spuren der Vergangenheit spiegeln die Entwicklung der Region wider.

Geschichte+

Die Gründung des Klosters erfolgte im Jahr 1284 auf Initiative von Markgraf Dietrich von Landsberg und seiner Tochter Sophie. Im darauffolgenden Jahr, am 4. Oktober 1285, wurde die Anlage geweiht. Das Kloster gehörte dem Orden der Klarissen an, einem weiblichen Zweig der Franziskaner, und nahm ausschließlich Töchter aus adligen Familien auf. Zunächst außerhalb der Stadtmauern gelegen, wurde das Kloster 1301 aufgrund von Sicherheitsbedenken in die Altstadt von Weißenfels verlegt. Im Laufe seiner Geschichte diente es auch als Grablege für Angehörige des Markgrafenhauses. Eine Besonderheit stellte die zeitweise Anwesenheit von Franziskanerbrüdern dar, die in einem Chor der Klosterkirche bestattet wurden. Eine deutschsprachige Klosterchronik aus der Zeit zwischen 1350 und 1380 dokumentiert die Stiftergeschichte und das Leben der Schwestern. Im Jahr 1539 wurde das Klarissenkloster im Zuge der Reformation aufgelöst. Die letzte Äbtissin, Euphemia von Plausick, und fünf ihrer Mitschwestern wurden in das Kloster St. Marienthal überführt.

Lage+

Das ehemalige Klarissenkloster befindet sich in der historischen Altstadt von Weißenfels im Burgenlandkreis, einer Region in Sachsen-Anhalt, Deutschland. Es liegt auf einer Höhe von etwa 107 Metern über dem Meeresspiegel.

Vor Ort+

Nach seiner Auflösung im Jahr 1539 erfuhr das Klostergebäude verschiedene Nutzungen. Es wurde 1540 in ein evangelisches Frauenstift umgewandelt und später als kurfürstliches Rentamt sowie als Amtshaus genutzt. Ab 1664 beherbergte es das Gymnasium illustre Augusteum und diente als Amtssitz verschiedener Landesregierungskollegien. Zwischen 1837 und 1908 war hier ein königlich-preußisches Lehrerseminar untergebracht. Später beherbergte es die Stadtbücherei und das städtische Museum. Heute steht das entkernte Gebäude leer, jedoch setzt sich ein Bürgerverein für den Erhalt und die Zugänglichkeit des Klosters ein. Bei Aufräumarbeiten im Jahr 2015 wurden mittelalterliche Wandgestaltungen mit christlichen Motiven in einem der Klostersäle entdeckt.

In der Naehe+
  • Freihof auf dem Georgenberg (Residenz, 321 m)
  • Fürstenhaus (Residenz, 387 m)
  • Prinzessinnenpalais (Residenz, 413 m)
  • Herzogliches Ballhaus (Schloss, 433 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Jwaller / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 51.1998, 11.9685