KlosterRibnitz-Damgarten

Klarissenkloster Ribnitz

Klarissenkloster Ribnitz

Deutsches Bernsteinmuseum, Ausstellung zur Kloster- und Stiftsgeschichte

Das Klarissenkloster Ribnitz, auch als Sankt-Klaren-Kloster bekannt, ist eine historische Sakralstätte in Vorpommern-Rügen, Mecklenburg-Vorpommern. Ursprünglich ein Kloster des Klarissenordens, wandelte es sich nach der Reformation zu einem evangelischen Damenstift und ist heute ein geschütztes Baudenkmal.

Geschichte+

Die Gründung des Klosters geht auf eine Stiftung Heinrichs II. von Mecklenburg in den Jahren 1323/24 zurück. Der Bau begann 1325, und bereits 1329 zogen die ersten Nonnen, darunter vier aus dem Klarissenkloster Weißenfels, ein. Heinrichs Tochter Beatrix wurde die erste Äbtissin. Zeitweise beherbergte das Kloster bis zu 60 Nonnen, deren seelsorgerische Betreuung von Franziskanern aus Wismar übernommen wurde. Im Jahr 1493 wurde auf Bestreben der Herzöge Magnus II. und Balthasar die colettinische Reform eingeführt, die eine strengere Einhaltung der Ordensregeln vorsah. Dorothea von Mecklenburg, Tochter Herzog Magnus', übernahm die Leitung. Der Franziskaner Lambrecht Slagghert verfasste um 1522/23 eine Chronik des Klosters und schuf gemeinsam mit den Nonnen Andachtsbilder. Das katholische Kloster bestand bis zum Tod der letzten Äbtissin Ursula von Mecklenburg im Jahr 1586, lange nach der Reformation. Nach ihrem Tod wurde das Kloster 1599 in ein evangelisches Damenstift umgewandelt, das zwölf unverheirateten Töchtern aus ritterschaftlichen Familien eine Bleibe bot. Ab 1704 wurden zwei Plätze für Töchter des Rostocker Rates reserviert. Nach der Novemberrevolution wurde das Kloster 1920 zunächst aufgelöst, doch bereits erworbene Ansprüche auf einen Konventsplatz blieben zivilrechtlich gültig. Die letzte Stiftsdame und Domina, Olga von Oertzen, verstarb 1961.

Lage+

Das Klarissenkloster befindet sich in der Stadt Ribnitz, die heute zu Ribnitz-Damgarten gehört, im Landkreis Vorpommern-Rügen in Mecklenburg-Vorpommern.

Vor Ort+

In der ehemaligen Dominawohnung und angrenzenden Konventualinnenwohnungen ist heute das Deutsche Bernsteinmuseum untergebracht. Die Klosterkirche, ein schlichter einschiffiger Backsteinbau aus dem späten 14. Jahrhundert, beherbergt nach umfangreicher Sanierung eine Ausstellung zur Kloster- und Stiftsgeschichte. Dort werden norddeutsche Holzplastiken, Funde aus dem Nonnenchor – der sogenannte Nonnenstaub – sowie eine Sammlung mecklenburgischer Stiftsorden gezeigt.

In der Naehe+
  • Gutshaus Petersdorf (Herren- und Gutshaus, 2214 m)
  • Gutshaus Pütnitz (Herren- und Gutshaus, 2471 m)
  • Gutshaus Ehmkenhagen (Herren- und Gutshaus, 4694 m)
  • Gutshaus Plummendorf (Herren- und Gutshaus, 5199 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Erell / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 54.2411, 12.4322