Die Gründung des Klosters erfolgte im Jahr 1341 durch die Stifterinnen Katharina Zollner und Kunigunde Hubwann sowie Friedrich Zollner, unterstützt vom Nürnberger Schultheißen Konrad Groß. Fürstbischof Leopold II. von Egloffstein bestätigte die Stiftung bereits 1340. Acht Nonnen aus dem Nürnberger Klarissenkonvent bildeten den Grundstock des neuen Klosters, dem sich auch die Stifterinnen und weitere Verwandte anschlossen. Katharina Zollner, erst siebzehnjährig, übernahm 1342 die Führung als Äbtissin. Im Mittelalter zog das Kloster zahlreiche adlige Frauen aus Franken an und erlangte große Bedeutung. Während der Hussitenkriege im Jahr 1430 mussten die Schwestern erstmals die Klausur verlassen und nach Nürnberg fliehen. Nach ihrer Rückkehr führten sie die strenge Observanz ein. Die Nonnen des Klosters dokumentierten zudem Ereignisse des Bauernkrieges und des Bundesständischen Krieges in der Region.
Der Grundstein für die Klostergebäude wurde 1341 gelegt, der Bau der Klosterkirche begann 1342, und die Klausur war Ende 1343 fertiggestellt. Die erste Klosterkirche wurde 1346 vollendet, stürzte jedoch 1373 bei einem Unwetter ein. Der Neubau der Kirche wurde 1379 geweiht. Die Klostergebäude mit Kreuzgang lagen westlich der Kirche und umfassten eine Grabkapelle sowie einen Schwesternchor mit eigenem Altar. Im 15. Jahrhundert besaß das Kloster ein Dormitorium, einen Kapitelsaal, eine Krankenstation und eine Brauerei. Ein Maßwerk aus dem Kreuzgang, das heute im Historischen Museum Bamberg ausgestellt ist, zeugt vom Wohlstand der Einrichtung. Acht Altartafeln aus dem Leben der Heiligen Klara von Assisi, um 1460 gefertigt, befinden sich in der Staatsgemäldegalerie Bamberg. Vier Choralbücher aus der Zeit um 1500 werden in der Staatsbibliothek Bamberg aufbewahrt.
Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster 1803 aufgelöst, und der Besitz versteigert. Die Schwestern verließen das Kloster am Tag nach dem Klarafest. Ab 1805 diente das Klostergebäude als Kaserne. Nach Renovierungen und Erweiterungen in den Jahren 1868 und 1874 brannte die Anlage 1876 ab. In den verbliebenen Resten wurden Mietwohnungen eingerichtet. Die Kirche wurde als Heu- und Strohmagazin genutzt und 1939 abgerissen. Lediglich das ehemalige Gesindehaus des Klosters blieb erhalten.