KlosterRostock

Katharinenkloster Rostock (Franziskaner)

Katharinenkloster Rostock (Franziskaner)

Hochschule für Musik und Theater

Das Katharinenkloster in Rostock, eine ehemalige Franziskanergründung, repräsentiert ein bedeutendes Zeugnis der Backsteingotik in Mecklenburg-Vorpommern. Trotz der Auflösung infolge der Reformation sind Teile der historischen Bausubstanz erhalten geblieben und wurden in moderne Nutzungen integriert.

Geschichte+

Die Ursprünge des Katharinenklosters reichen bis ins frühe 13. Jahrhundert zurück, wobei die Anwesenheit von Franziskanerbrüdern in Rostock erstmals 1243 urkundlich belegt ist. Zu diesem Zeitpunkt existierte bereits ein Konvent unter der Leitung eines Guardians. Archäologische Funde deuten auf Baumaßnahmen ab 1234 hin, die die Umwandlung eines Strandabschnitts in hochwassersicheres Bauland umfassten. Das Kloster, das zur Lübecker Kustodie der sächsischen Ordensprovinz gehörte, wurde auf einem ehemaligen wendischen Burggelände errichtet. Eine erste Klosterkirche, vermutlich eine spätromanische Saalkirche, wurde 1259 erwähnt, jedoch 1262 durch einen Stadtbrand zerstört. In der Folgezeit entstand eine neue, schlichtere Klosterkirche, die sich im südlichen Bereich der Anlage befand, flankiert vom Klosterfriedhof im Westen. Die Gebäude der Franziskaner, auch „Graue Brüder“ genannt, waren durch einen Kreuzgang verbunden.

Lage+

Die Klosteranlage befindet sich in der historischen Rostocker Altstadt, eingebettet zwischen einem früheren Seitenarm der Warnow, der heutigen Grubenstraße, und der östlichen Stadtmauer. Die Lage im Nordabschnitt der Altstadt, auf einer Höhe von etwa 6 m über dem Meeresspiegel, war verkehrstechnisch günstig an den Hafen und den Altstadtmarkt angebunden. Das Klosterareal wird im Süden von den Straßen Beim Waisenhaus und Beim Katharinenstift begrenzt und erstreckt sich im Westen bis zur Grube und im Osten bis zur Faulen Straße.

Vor Ort+

Von den ursprünglichen Klosterbauten sind heute noch Reste erhalten, die seit 1998 durch moderne Anbauten ergänzt wurden. Diese beherbergen die Rostocker Hochschule für Musik und Theater. Die gesamte Anlage steht unter Denkmalschutz als Baudenkmal in Mecklenburg-Vorpommern.

In der Naehe+
  • Petrikirche (Sakralbau, ca. 249 m entfernt)
  • Nikolaikirche (Sakralbau, ca. 437 m entfernt)
  • Marienkirche (Sakralbau, ca. 444 m entfernt)
  • Rostocker Stadtbefestigung-Kuhtor (Stadtbefestigung, ca. 533 m entfernt)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Benutzer:riverobserver / Public domain via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 54.0915, 12.1444