Privatbesitz
Kartause Vogelsang
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Die Kartause Vogelsang war ein bedeutendes Kartäuserkloster in der Nähe von Düren in Nordrhein-Westfalen. Die Anlage, die nach dem Mitleiden Mariens benannt wurde, zeichnete sich durch eine lange Bauzeit und eine wechselvolle Geschichte aus, die von Zerstörungen und Wiederaufbau geprägt war.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters erfolgte am 18. März 1478 auf Initiative des klevischen Kanzlers Hermann von Brakel. Der Konvent der Kartause Roermond wurde eingeladen, ein Tochterkloster nahe der ehemaligen herzoglichen Hofstatt Vogelsang zu errichten. Herzog Wilhelm IV. von Jülich und Berg sowie seine Gemahlin Elisabeth stifteten den bereits im 14. Jahrhundert bezeugten Hof für den Kartäuserorden. Der Bau der Anlage dauerte fast 50 Jahre, beginnend mit der Einfriedung, gefolgt von Mönchszellen, Wirtschaftsgebäuden und Fischteichen. Die Bauphase fand ihren Abschluss im Jahr 1527 mit der Fertigstellung der Klosterkirche. Im 16. Jahrhundert wirkte Johannes Justus von Landsberg als Prior und prägte die katholische Reform. Während des Jülich-Klevischen Erbfolgekrieges im frühen 17. Jahrhundert erlitt das ungeschützte Kloster erhebliche Zerstörungen. Im Dreißigjährigen Krieg hingegen blieb es weitgehend verschont und erholte sich wirtschaftlich. Die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts markierte eine Blütezeit, in der das Kloster unter den Prioren Theodor Monheim und Antonius Basel umfangreiche Anschaffungen tätigen konnte. Ab 1696 wurde die Anlage barockisiert und die Forstwirtschaft planmäßig betrieben. Im Zuge der französischen Revolution und der Eingliederung der linksrheinischen Gebiete in das Département de la Roer wurde die Kartause im August 1802 endgültig aufgehoben.
Lage+
Die ehemalige Kartause Vogelsang befindet sich in der Nähe der Stadt Düren im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Die Anlage liegt auf einer Höhe von etwa 89 Metern über dem Meeresspiegel.
Vor Ort+
Nach der Aufhebung des Klosters im Jahr 1802 wurden die Ländereien und Gebäude verkauft und größtenteils abgerissen. Weitere Zerstörungen ereigneten sich im Zweiten Weltkrieg. Die verbliebenen Reste der Anlage werden heute privat genutzt.
In der Naehe+
- Haus Lorsbeck (Herren- und Gutshaus, 1140 m)
- Stadtbefestigung Jülich-Aachener Tor (Stadtbefestigung, 1478 m)
- Stadtbefestigung Jülich-Hexenturm (Stadtbefestigung, 1708 m)
- Burg Lindenberg (Burg, 1708 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 50.9133, 6.3772