Das Kloster kann besichtigt werden
Kartause Gaming

Die Kartause Gaming, einst als Kloster „Marienthron“ bekannt, ist ein historisches Bauwerk in Gaming, eingebettet in die malerische Landschaft des Mostviertels in Niederösterreich.
Geschichte+
Die Gründung der Kartause Gaming im Jahr 1330 geht auf Herzog Albrecht II. zurück, der damit ein Gelübde einlöste, das er und sein Bruder Leopold vor der Schlacht bei Mühldorf im Jahr 1322 abgelegt hatten. Ursprünglich war ein anderer Standort vorgesehen, doch Albrecht entschied sich nach Leopolds Tod für Gaming. Die Wahl dieses Ortes war strategisch bedeutsam, da das Kloster auch als herzogliche Grablege dienen sollte, eine Abkehr von der bisherigen habsburgischen Familiengrablege in Königsfelden. Dieser Schritt setzte einen territorial-politischen Akzent zur Stärkung der Landesherrschaft. Die Gründung des Klosters, dessen Name „Marienthron“ lautete, war sorgfältig vorbereitet worden, möglicherweise beeinflusst durch den Prior Gottfried der Kartause Mauerbach. Mönche aus Mauerbach sollten die neue Gemeinschaft bilden. Die Kartause Gaming war von Anfang an für eine größere Gemeinschaft von 24 Mönchen und einem Prior konzipiert, im Gegensatz zur üblichen Größe von zwölf Mönchen. Der Grundstein wurde am 13. August 1332 von Herzog Albrecht persönlich gelegt. Die Bauarbeiten schritten zügig voran, sodass das Kloster bereits 1337 in den Kartäuserorden aufgenommen werden konnte. Die Weihe des Kapitelsaals erfolgte 1340, und die feierliche Einweihung der Klosterkirche fand am 13. Oktober 1342 statt. Im Laufe der Jahre erweiterte der Herzog das Stiftungsgut der Kartause erheblich, wodurch Gaming zu einem der reichsten Klöster der Region wurde. Die Gemahlin Albrechts II., Johanna von Pfirt, wurde 1351 in Gaming beigesetzt. Das Kloster wurde 1782 säkularisiert.
Lage+
Das ehemalige Kloster befindet sich in Gaming, einem Ortsteil von Scheibbs in Niederösterreich, Österreich, auf einer Höhe von etwa 452 Metern über dem Meeresspiegel.
Vor Ort+
Die Kartause Gaming, einst ein bedeutendes Kartäuserkloster, ist heute ein Zeugnis ihrer reichen Geschichte und ihrer ehemaligen Größe.
In der Naehe+
- Burgruine Oberhausegg (Burg, ca. 6355 m entfernt)
- Burgruine Reinsberg (Burg, ca. 6597 m entfernt)
- Schloss Stiebar (Schloss, ca. 7307 m entfernt)
- Schloss Seehof (Schloss, ca. 7812 m entfernt)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gaming_Kartause_Strassenansicht.jpg
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 47.9234, 15.0811