KlosterEderheim

Kartause Christgarten

Kartause Christgarten

evangelische Pfarrkirche

Die Kartause Christgarten, ein ehemaliges Kloster im bayerischen Donau-Ries, stellt ein bedeutendes Baudenkmal dar. Obwohl der Großteil der ursprünglichen Anlage nicht mehr existiert, zeugt der erhaltene Chor der Klosterkirche von der einstigen Bedeutung dieses Ortes. Die abgeschiedene Lage im malerischen Kartäusertal unterstreicht den ursprünglichen Charakter der Kartäuser als Einsiedlerorden.

Geschichte+

Die Gründung des Klosters, das dem Heiligen Peter geweiht war, erfolgte im Jahr 1383 durch die Grafen Ludwig und Friedrich von Oettingen. Mit Beginn der Reformation unterstützten die Oettinger Grafen ab 1525 die neue Lehre, was dazu führte, dass ab 1558 Kartäusermönche aus Christgarten als evangelische Pfarrer eingesetzt wurden. Trotz eines Versuchs des kartusianischen Generalkapitels, das Kloster neu zu beleben, und eines Urteils des Reichskammergerichts zur Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands, wurde die Kartause erst nach dem Dreißigjährigen Krieg im Jahr 1649 endgültig aufgelöst. In den folgenden Jahrhunderten wurden die meisten Klostergebäude abgetragen, wobei lediglich der Chor der Kirche erhalten blieb.

Lage+

Das ehemalige Kloster befindet sich im Donau-Ries in Bayern, eingebettet in das sogenannte Kartäusertal bei einer Höhe von etwa 487 m ü. NN. Dieses Tal, durch das der Forellenbach fließt, ist bekannt für seine malerische Landschaft und hat sich zu einem beliebten Ziel für Wanderer und Erholungssuchende entwickelt. Die Region ist von den Städten Nördlingen und Donauwörth aus gut erreichbar.

Vor Ort+

Der erhaltene Chor der ehemaligen Klosterkirche dient heute als evangelische Pfarrkirche. Die Anlage ist als Baudenkmal in Bayern geschützt und vermittelt trotz der weitgehenden Zerstörung der ursprünglichen Gebäude einen Eindruck der einstigen Abgeschiedenheit. Im Inneren sind ein niedriger Chorgestühl aus der Zeit um 1400 sowie ein Grabstein für Lienhard Vetter aus dem Jahr 1504 zu sehen. Der östliche Teil des ehemaligen Lettners wird heute als Orgelempore genutzt.

In der Naehe+
  • Ruine Hochhaus (Ruine, 1825 m)
  • Burgruine Niederhaus (Ruine, 2591 m)
  • Schloss Hohenaltheim (Schloss, 5370 m)
  • Schloss Reimlingen (Schloss, 5387 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Memorino / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 48.7823, 10.4633