Wenige Spuren
Kartause Ahrensbök

Die Kartause Ahrensbök in Schleswig-Holstein war ein bedeutendes Kloster des Kartäuserordens, das sich durch seine lange Geschichte und seine Rolle in der Region Segeberg auszeichnete. Gelegen auf etwa 65 Metern über dem Meeresspiegel, war es der Jungfrau Maria geweiht und prägte über Jahrhunderte das geistliche und wirtschaftliche Leben der Umgebung.
Geschichte+
Die Ursprünge des Klosters reichen bis ins Jahr 1357 zurück, als die holsteinischen Grafen Heinrich II., Nikolaus und Adolf VII. ein Gelübde zur Gründung eines Nonnenklosters ablegten. Dieses Vorhaben konkretisierte sich erst 1386/87 durch eine Stiftung des Lübecker Domherrn Jacob Krumbek. Nach dem Tod Graf Adolfs im Jahr 1390 und Meinungsverschiedenheiten über die Ordenswahl, einigten sich die Beteiligten 1397 auf die Gründung einer Kartause. Die offizielle Gründung erfolgte am 9. Dezember 1397, die päpstliche Genehmigung folgte im darauffolgenden Jahr. Die Besiedlung erfolgte durch Mönche aus den Kartausen Erfurt, Hildesheim und Würzburg. Die nahegelegene Pfarrkirche St. Marien wurde dem Kloster inkorporiert, wodurch die Kartäuser die Seelsorge für die umliegenden Gemeinden übernahmen. Durch Schenkungen und später auch Landkäufe, die ab 1413 durch die Landesherren gebilligt wurden, erweiterte das Kloster seinen Grundbesitz erheblich. Es besaß Ländereien in über vierzig Ortschaften, die bis zur Lübecker Bucht reichten, sowie Einkünfte von der Insel Fehmarn. Im 16. Jahrhundert geriet das Kloster jedoch in finanzielle Schwierigkeiten, unter anderem durch die Verpflichtung zur Beherbergung hochgestellter Persönlichkeiten und die erstmalige Besteuerung geistlichen Besitzes ab 1526. Während der Grafenfehde im Jahr 1534 wurde die Kartause gebrandschatzt. Trotz der Einführung der Reformation in Schleswig-Holstein im Jahr 1542 konnte die Kartause Ahrensbök zunächst weiterbestehen, bis sie schließlich 1564 aufgehoben wurde.
Lage+
Das ehemalige Kloster befindet sich in Ahrensbök im Kreis Segeberg in Schleswig-Holstein. Es liegt auf einer Höhe von etwa 65 Metern über dem Meeresspiegel.
Vor Ort+
Nach der Aufhebung im Jahr 1564 wurden die Klostergebäude einer neuen Nutzung zugeführt. Heute sind nur noch wenige Spuren der einstigen Kartause sichtbar, da die Anlage im Laufe der Jahrhunderte stark verändert oder abgetragen wurde.
In der Naehe+
- Herrenhaus Glasau (Herren- und Gutshaus, 5913 m)
- Herrenhaus Pronstorf (Herren- und Gutshaus, 9355 m)
- Herrenhaus Wensin (Herren- und Gutshaus, 11308 m)
- Herrenhaus Seedorf (Herren- und Gutshaus, 11578 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Genet / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 54.0122, 10.5717