Pfarrkirche, Bürgerhaus, Kulturzentrum, Turnhalle
Kartäuserkloster St. Alban, Trier, später in Merzlich (heute Konz-Karthaus)

Das Kartäuserkloster St. Alban, später in Merzlich (heute Konz-Karthaus) gelegen, ist ein historischer Sakralbau in Rheinland-Pfalz, Deutschland. Es zeichnet sich durch seine wechselvolle Geschichte aus, die von Gründung, Zerstörung und Wiederaufbau geprägt ist, und dient heute als Kulturdenkmal.
Geschichte+
Die Gründung des ursprünglichen Klosters St. Alban erfolgte im Jahr 1331 durch Erzbischof Balduin von Trier. Es befand sich am Fuße des Heiligkreuzberges vor den Toren Triers. Im 15. Jahrhundert wirkten hier die Kartäusermönche Adolf von Essen und Dominikus von Preußen, die maßgeblich zur Verbreitung der heutigen Form des Rosenkranzgebetes beitrugen. Während der Reunionskriege wurde das Kloster 1674 auf Befehl des französischen Kommandanten Pierre Comte de Vignory abgerissen, um feindlichen Truppen keine Deckung zu bieten. Zwischen 1680 und 1730 entstand das Kartäuserkloster, nun St. Bruno genannt, an einem neuen Standort im damaligen Merzlich nach Plänen des Mainzer Baumeisters Vitus Schneider. Nach der Aufhebung in der Französischen Revolution und der Versteigerung im Jahr 1804 erwarben Franziskanerinnen 1855 die Ruinen und richteten dort ein neues Kloster ein. Nach einem Brand im Jahr 1884 erfolgte der Wiederaufbau zwischen 1885 und 1887, der sich an den barocken Plänen orientierte. Weitere Renovierungen fanden 1903, 1963 und 1987 statt.
Lage+
Das Kloster befindet sich in Konz-Karthaus, einer Ortschaft an der Mosel in Rheinland-Pfalz, Deutschland. Ursprünglich lag es vor den Toren der Stadt Trier.
Vor Ort+
Heute dient die zugehörige Kirche St. Johann als katholische Pfarrkirche von Konz-Karthaus. Die Klostergebäude werden als Bürgerhaus und Kulturzentrum der Stadt Konz genutzt. Die Turnhalle der Anlage steht der Grundschule St. Johann Konz sowie dem Verein Tischtennisfreunde (TTF) Konz für den Schulsport zur Verfügung. Von der ursprünglichen Ausstattung sind der Hochaltar von 1720 und ein Seitenaltar aus der Mitte des 18. Jahrhunderts erhalten geblieben.
In der Naehe+
- Schloss Monaise (Trier) (Schloss, 884 m)
- Römische Barbarathermen Augusta Treverorum (Trier) (Antike Bauten, 5136 m)
- Römerbrücke Augusta Treverorum (Trier) (Antike Bauten, 5194 m)
- Römische Kaiserthermen Augusta Treverorum (Trier) (Antike Bauten, 5612 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Rudolf Klein / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 49.7107, 6.5929