KlosterRheinland-Pfalz

Karmelitenkloster Tönnisstein (bei Kell, heute Andernach)

Karmelitenkloster Tönnisstein (bei Kell, heute Andernach)

Ruine, frei zugänglich

Die Klosterruine Tönnisstein, ein ehemaliges Karmeliterkloster, befindet sich in der Nähe von Andernach in Rheinland-Pfalz. Die Überreste dieser historischen Anlage sind heute als Kulturdenkmal geschützt und zeugen von einer langen Geschichte als Wallfahrtsort und späterem Kurzentrum.

Geschichte+

Die Ursprünge des Klosters gehen auf eine Legende aus dem Jahr 1388 zurück, als ein Hirte aus Kell eine Pietà im Tönissteiner Tal entdeckte. Dies führte 1390 zum Bau einer Kapelle, die der Gottesmutter sowie den Heiligen Antonius und Wendelin geweiht wurde. Der Name Tönisstein entwickelte sich mundartlich aus der Bezeichnung Sankt Antoniusstein. Durch die einsetzenden Wallfahrten entstand zwischen 1465 und 1495 das Karmeliterkloster Sankt Antoniusstein. Die ursprünglich einschiffige Kirche wurde durch Schenkungen reich ausgestattet und die gesamte Anlage später im Barockstil umgestaltet. Die Karmeliter nutzten bereits das Quellwasser der Helpert-Quelle im Pöntertal zu Heilzwecken, welche 1501 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Ab 1620 trug der sich entwickelnde Kurort ebenfalls den Namen Tönisstein und avancierte im 17. und 18. Jahrhundert zum bevorzugten Badeort der Kölner Kurfürsten. Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster 1802 aufgelöst und verfiel anschließend zur Ruine. Das Marienbildnis fand seinen neuen Platz in der katholischen Pfarrkirche St. Lubentius in Kell.

Lage+

Die Klosterruine Tönnisstein liegt in Bad Tönisstein, einem Ortsteil von Andernach, im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz, Deutschland.

Vor Ort+

Heute sind die Überreste des Klosters eine geschützte Kulturdenkmalstätte. Die Ruine ist in den Rundwanderweg Höhlen- und Schluchtensteig integriert, der Teil der Traumpfade im Landkreis Mayen-Koblenz ist.

In der Naehe+
  • Schloss Burgbrohl (Schloss, 1869 m)
  • Schweppenburg (Burg, 2126 m)
  • Burghaus Wassenach (Burg, 2141 m)
  • Burg Krayerhof (Burg, 2213 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Rs-foto / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 50.4493, 7.2980