Konzernzentrale
Karmel St. Joseph in Köln

Der Karmel St. Joseph in Köln war ein historisches Kloster, das im 19. Jahrhundert in der rheinischen Metropole gegründet wurde. Als Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen zeugt es von der wechselvollen Geschichte religiöser Gemeinschaften in der Region.
Geschichte+
Die Ursprünge des Karmels St. Joseph liegen in einer Neugründung, die in den 1850er Jahren erfolgte. Sie knüpfte an den früheren Karmel Maria vom Frieden an, der bereits 1639 in Köln etabliert, jedoch 1802 im Zuge der Säkularisation aufgelöst worden war. Nach langwierigen Bemühungen der Kölner Bürgerschaft gelang 1850 die Wiederansiedlung des Ordens. Drei Schwestern aus einem Lütticher Konvent bildeten den Grundstock der neuen Gemeinschaft, die rasch auf vierzehn Klausurschwestern, zwei Novizinnen und drei Außenschwestern anwuchs. Zunächst in der Dechanei von St. Kunibert beheimatet, erwarben die Schwestern 1851 ein Grundstück am Gereonskloster. Dort errichtete der Kölner Architekt Vincenz Statz ein neues Klostergebäude, das 1853 bezogen und unter das Patrozinium des Heiligen Josef gestellt wurde. 1863 wurde eine dem Heiligen Josef geweihte Kapelle im neugotischen Stil aus rotbraunem Backstein konsekriert. Bereits 1875 endete die Existenz des Karmels St. Joseph in Köln. Aufgrund der kirchenfeindlichen Politik der preußischen Regierung während des Kulturkampfes zogen die Schwestern in die Niederlande. Die Kölner Anlage wurde anschließend zu einem Mädchenheim umfunktioniert, die Kapelle blieb jedoch für Gottesdienste erhalten. Erst 1896 kehrten einige Karmelitinnen nach Köln zurück und gründeten den Karmel Maria vom Frieden im Stadtteil Lindenthal.
Lage+
Das ehemalige Kloster Karmel St. Joseph befand sich in Köln, einer Großstadt in Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Die Lage liegt auf einer Höhe von etwa 56 Metern über Normalnull.
Vor Ort+
Die ehemalige Kapelle des Karmels St. Joseph ist heute als Rumpf ohne die ursprüngliche Fassadenfront erhalten. Sie wurde in die Baulichkeiten einer ehemaligen Konzernzentrale im Friesenviertel integriert. Das Innere der von einem gepflasterten Innenhof umgebenen Kapelle ist von einem Seitentrakt aus zugänglich.
In der Naehe+
- Kölner Dom (Sakralbau, ca. 997 m entfernt)
- Fort V (Köln) (Festung, ca. 1821 m entfernt)
- Fort X (Köln) (Festung, ca. 2010 m entfernt)
- Fort IV (Köln) (Festung, ca. 2310 m entfernt)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Chris06 / CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 50.9431, 6.9443