Die Gründung des Klosters im Jahr 1631 erfolgte auf Initiative von Graf Johann Dietrich zu Löwenstein-Wertheim-Rochefort, der die Kapuziner nach Wertheim holte, um die Bevölkerung zum römisch-katholischen Glauben zurückzuführen. Bereits 1649 mussten die Mönche die Stadt aufgrund der Bestimmungen des Westfälischen Friedens verlassen. Im Jahr 1682 berief der spätere Fürst Maximilian Karl zu Löwenstein-Wertheim-Rochefort die Kapuziner erneut als Hofkapläne nach Wertheim und wies ihnen das „Klösterle“ als Ordensniederlassung zu. Bis ins 19. Jahrhundert zelebrierten die Kapuziner Messen im Chorbereich der Stiftskirche, die nach der Reformation evangelisch geworden war. Die kleine Gemeinschaft, die meist zwei bis vier Ordensbrüder umfasste, wurde von der Löwenstein-Wertheim-Rosenbergischen Standesherrschaft mit Naturalien und Finanzmitteln versorgt. Die Brüder wurden von ihren Konventen zeitlich befristet nach Wertheim entsandt, wobei ein Wechsel etwa alle drei Jahre erfolgte. Das Kapuzinerhospiz Wertheim erlosch mit der Pensionierung des letzten Präses Venantius Arnold im Jahr 1834 und dessen Tod im Jahr 1836.
Kapuzinerkloster Wertheim

Das Kapuzinerkloster Wertheim, im Volksmund auch „Klösterle“ genannt, war eine bedeutende Einrichtung des Kapuzinerordens in Wertheim, einer Stadt im Main-Tauber-Kreis in Baden-Württemberg. Es zeichnet sich durch seine lange Geschichte und seine Rolle im religiösen Leben der Region aus.
Geschichte+
Lage+
Das ehemalige Kapuzinerkloster befindet sich in Wertheim im Main-Tauber-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland, auf einer Höhe von etwa 146 m über dem Meeresspiegel. Es liegt am abfallenden Gelände zu Füßen des Schlossberges und ist Teil des nördlichen Abschnitts der Mühlenstraße, der von öffentlichen Gebäuden geprägt ist.
Vor Ort+
Das ehemalige Kapuzinerkloster ist ein zweigeschossiges Gebäude mit einem massiven Hang- und ersten Obergeschoss sowie einem Fachwerkobergeschoss, massiven Staffelgiebeln und einem Satteldach. Im Hanggeschoss befindet sich ein rundbogiges Portalgewände. Das Gebäude ist mit der Jahreszahl 1528 bezeichnet, was auf eine Renovierung in diesem Jahr hinweist. Im Giebel sind Dreipassfenster vorhanden. Im Jahr 1977 fanden kleinere Umbauten im Inneren statt, darunter ein Austausch der Fenster und eine Fachwerkfreilegung. 1992 folgte eine Dachinstandsetzung und -neueindeckung. Das Gebäude diente den Kapuzinern vom 17. Jahrhundert bis 1840 als Konvent. Es steht nach vier Seiten frei und hat aufgrund seiner historischen Nutzung und seines Erscheinungsbildes einen hohen Wert für die Stadtgestalt und -geschichte.
In der Naehe+
- Fürstliche Hofhaltung (Schloss, 134 m)
- Burgruine Wertheim (Burg, 168 m)
- Schloss Kreuzwertheim (Schloss, 581 m)
- Hofgartenschlösschen (Schloss, 1105 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Tilman2007 / CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 49.7588, 9.5177