anderweitig genutzt
Kapuzinerkloster Villingen

Das ehemalige Kapuzinerkloster in Villingen, heute ein Ortsteil von Villingen-Schwenningen, ist ein historischer Sakralbau im Schwarzwald-Baar-Kreis in Baden-Württemberg. Die Anlage, deren Ursprünge bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts zurückreichen, zeugt von der einstigen Präsenz des Kapuzinerordens in der Region und ist heute teilweise erhalten.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters erfolgte im Jahr 1655, nachdem der Villinger Magistrat bereits 1653 das Provinzkapitel der Schweizerischen Kapuzinerprovinz um die Errichtung eines Konvents gebeten hatte. Trotz anfänglicher Einwände der Franziskaner, die gegen die Ansiedlung eines zweiten Bettelordens votierten, wurde der Bau am Niederen Tor genehmigt. Die Grundsteinlegung erfolgte am 15. August 1655. Aufgrund finanzieller Engpässe der Stadt konnte der Bau erst 1663 abgeschlossen werden. Die Klosterkirche wurde am 29. Juni 1664 geweiht und den Heiligen Wendelin und Konrad gewidmet. Eine Besonderheit war die Übernahme einer Statue des Heiligen Wendelin aus der zuvor abgerissenen Wendelinskapelle. Im Jahr 1806 wurde das Kloster im Zuge der Säkularisation endgültig aufgehoben, nachdem es bereits 1785 und 1802 von Aufhebungsplänen betroffen war. Zwischenzeitlich diente es 1814 als Lazarett während eines Typhusausbruchs. Der Konventstrakt wurde Mitte des 19. Jahrhunderts abgerissen, während Teile der Laienkirche, des Presbyteriums und des Psallierchores erhalten blieben und umgebaut wurden.
Lage+
Das Kapuzinerkloster Villingen befindet sich im Schwarzwald-Baar-Kreis in Baden-Württemberg, Deutschland, innerhalb des heutigen Stadtteils Villingen von Villingen-Schwenningen.
Vor Ort+
Die ursprünglichen Klostergebäude wurden nach der Aufhebung des Klosters 1806 und einer kurzzeitigen Nutzung als Lazarett im Jahr 1820 zu einer Brauerei umgebaut. Der Konventstrakt wurde später abgerissen. Heute sind die entkernten und neu ausgebauten Gebäude der Laienkirche, des Presbyteriums und des Psallierchores erhalten und werden anderweitig genutzt.
In der Naehe+
- Ruine Warenburg (Ruine, 1335 m)
- Ruine Runstal (Ruine, 2912 m)
- Ruine Kirneck (Ruine, 5407 m)
- Ruine Zindelstein (Ruine, 9753 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Docteur Ralph / CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 48.0566, 8.4609