KlosterAugsburg

Kapuzinerkloster St. Sebastian, Augsburg

Kapuzinerkloster St. Sebastian, Augsburg

Kirche, Versammlungsort

Das Kapuzinerkloster St. Sebastian in Augsburg, ein bemerkenswertes Baudenkmal in Bayern, zeichnet sich durch seine neuromanische Architektur und eine bewegte Geschichte aus. Es liegt in Augsburg-Oberhausen, umgeben von Industriegelände und der Sebastianstraße, und beherbergt eine der wenigen Augsburger Kirchen, die den Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstanden haben.

Geschichte+

Die Geschichte der Kapuziner in Augsburg begann mit der Gründung des Klosters St. Franziskus und sel. Gualfardus im Jahr 1601 durch die Familie Fugger, welches 1602 eingeweiht wurde. Dieses erste Kloster wurde jedoch 1809 im Zuge der Säkularisation aufgelöst und abgerissen. Ein Vorgängerbau der heutigen St.-Sebastians-Kirche, eine Kapelle, wurde bereits 1611–1612 vom Rat der Stadt als Lazarettkapelle errichtet und von Elias Holl entworfen. Nach ihrer Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg und mehreren Wiederaufbauten entstand nach 1724 eine barocke Kirche. Die Kapuziner kehrten 1843 nach Augsburg zurück und ließen sich bei St. Sebastian nieder, wo sie ein neues Siechenhaus gründeten, das 1908 zum Konvent erhoben wurde. Zwischen 1907 und 1909 erfolgte die Erweiterung des Klosters und der Bau der heutigen Kirche im neuromanischen Stil. Das Kloster, das sich ab 1966 als „Franziskanisches Zentrum St. Sebastian“ bezeichnete und eng mit einer Laiengemeinschaft verbunden war, wurde 1996 umfassend restauriert, bevor es am 26. Oktober 2008 aufgelöst wurde.

Lage+

Das ehemalige Kapuzinerkloster St. Sebastian befindet sich in der Stadt Augsburg in Bayern, Deutschland, im Stadtteil Oberhausen. Es liegt rechts der Wertach und ist auf drei Seiten vom Werksgelände eines Maschinenbauunternehmens umschlossen.

Vor Ort+

Die Kirche St. Sebastian, eine dreischiffige Pfeilerbasilika mit neuromanischen Formen und Jugendstilfresken, ist heute ein Baudenkmal. Sie beherbergt bedeutende Kunstwerke wie eine überlebensgroße Muttergottes von Hans Degler sowie die Reliquien der Heiligen Wolfhard von Augsburg und Luzius von Chur. Die Kirche wird von der Pfarrei St. Georg mitbetreut und dient der kroatischen Kirchengemeinde als Versammlungsort. Zudem finden hier monatlich Gottesdienste im slawisch-byzantinischen Ritus statt. Die 1912 erbaute Orgel von H. Koulen & Sohn, die 1996 restauriert wurde, ist die größte noch erhaltene Orgel dieses elsässischen Orgelbauers.

In der Naehe+
  • Kloster St. Georg (Sakralbau, ca. 642 m entfernt)
  • Kloster St. Stephan (Sakralbau, ca. 725 m entfernt)
  • Dom Unserer Lieben Frau (Sakralbau, ca. 996 m entfernt)
  • Bischöfliches Palais Augsburg (Residenz, ca. 1033 m entfernt)

Nimm Mobile Geschichte mit auf die Reise

Diesen Text liest du gerade kostenlos. Mit Premium kommt dazu, was unterwegs zählt: Beschreibungen vorlesen lassen, Objekte durch die Kamera finden, Regionen offline mitnehmen.

  • Alle Beschreibungstexte, auch die der ~17.700 Premium-Objekte
  • Audio-Guide: Beschreibungen unterwegs vorlesen lassen
  • AR-Sucher: Objekte durch die Kamera sehen, mit Entfernung und Richtung
  • Unbegrenzte Merkliste

14 Tage kostenlos testen, danach ab 2,99 € im Monat. Jederzeit kündbar.

Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Wikida / CC BY-SA 3.0 de via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 48.3817, 10.8957