Parkplatz
Kapuzinerkloster Königstein

Das ehemalige Kapuzinerkloster Königstein, ein historisches Kulturdenkmal im Hochtaunus, war einst ein bedeutendes religiöses Zentrum. Es bot den Kapuzinermönchen von 1646 bis 1813 eine Heimat und prägte die spirituelle Landschaft der Region. Die Anlage, deren Ursprünge auf ein früheres Kloster zurückgehen, zeugt von einer wechselvollen Geschichte und ist heute nur noch in Resten erhalten.
Geschichte+
Die Geschichte des Ortes beginnt lange vor den Kapuzinern: Bereits von 1465 bis 1540 existierte hier das Kugelherrenstift Königstein, das jedoch mit der Einführung der Reformation aufgelöst wurde. Nachdem Königstein 1581 an das katholische Kurmainz gefallen war und die Gegenreformation die Region rekatholisiert hatte, konnte nach dem Dreißigjährigen Krieg die Idee eines neuen Klosters wiederaufgenommen werden. Auf Initiative des kurmainzischen Oberamtmanns Johann Dietrich von Rosenbach ließen sich 1646 Kapuziner in Königstein nieder. Nach anfänglicher Nutzung provisorischer Unterkünfte begannen die Mönche 1682 mit dem Bau eines neuen Klosters auf dem ehemaligen Turnierplatz. Die Fertigstellung und Weihe der Klosterkirche erfolgte 1685. Das Kloster beherbergte etwa 15 Ordensbrüder, die nicht nur als Militärgeistliche der Festung Königstein dienten, sondern auch die umliegenden Pfarreien betreuten. Zwischen 1675 und 1678 lebte Pater Martin von Cochem im Kloster, wo er sein bekanntes Werk „Leben Christi“ verfasste. Nach Beschädigungen im Ersten Koalitionskrieg und der Auflösung Kurmainz' wurde das Kloster 1813 durch Herzog Friedrich August von Nassau-Usingen aufgehoben. Die Gebäude wurden versteigert, und das Inventar der Kirche fand in umliegenden Gemeinden neue Verwendung. Das Klostergebäude selbst wurde in ein Gasthaus umgewandelt und später als Hotel betrieben, bis es 1918 von französischen Besatzungstruppen beschlagnahmt wurde. Nach dem Ersten Weltkrieg erwarb die Stadt Königstein die Anlage, die aufgrund ihres schlechten Zustands 1928 abgerissen wurde.
Lage+
Das ehemalige Kapuzinerkloster befand sich in Königstein im Taunus, einer Stadt in Hessen. Die Anlage lag auf einer Höhe von etwa 369 Metern über dem Meeresspiegel und war in die malerische Landschaft des Hochtaunus eingebettet.
Vor Ort+
Von dem einstigen Kapuzinerkloster sind heute nur noch wenige Mauerreste erhalten, die unter Denkmalschutz stehen. Das Gelände dient seit dem Abriss im Jahr 1928 als Parkplatz.
In der Naehe+
- Luxemburgisches Schloss (Königstein) (Schloss, 298 m)
- Burgruine Königstein (Burg, 449 m)
- Burgruine Nürings (Burg, 995 m)
- Burgruine Falkenstein (Burg, 1093 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Karsten Ratzke / CC0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 50.1826, 8.4671