KlosterEngen

Kapuzinerkloster Engen

Kapuzinerkloster Engen

Spitalkirche, Gruft

Das Kapuzinerkloster in Engen, einer Stadt in Baden-Württemberg, war eine bedeutende religiöse Einrichtung des Kapuzinerordens. Es wurde im frühen 17. Jahrhundert gegründet und prägte über zwei Jahrhunderte das geistliche und soziale Leben der Region, bevor es im 19. Jahrhundert säkularisiert wurde.

Geschichte+

Die Initiative zur Gründung des Klosters ging von Bischof Jakob Fugger von Konstanz und den lokalen Autoritäten in Engen aus, die 1616 den Wunsch nach einer Niederlassung des Kapuzinerordens äußerten. Nach wiederholten Anfragen genehmigte das Provinzkapitel der Schweizerischen Kapuzinerprovinz das Vorhaben im September 1618. Der Grundstein für das Klostergebäude wurde im Oktober 1618 durch den Abt des Klosters Rheinau, Eberhard III. von Bernhausen-Kempten, gelegt. Die Finanzierung erfolgte durch Spenden der Bürgerschaft und des Bürgermeisters Christophor Vogler. Im August 1620 weihte der Konstanzer Suffraganbischof Johann Anton Tritt von Wilderen die Laienkirche, die der Heiligen Maria der Engel gewidmet war. Während der Pestepidemie von 1635 und einer Fleckfieberepidemie 1771 engagierten sich die Kapuziner in der Krankenpflege, wobei mehrere Patres ihr Leben ließen. Im Jahr 1668 trennte sich die vorderösterreichische Kapuzinerprovinz von der Schweizerischen. 1725 wurde eine Kapelle zu Ehren des Heiligen Felix von Cantalice mit einer unterirdischen Gruft an die Laienkirche angebaut. Im Zuge der Koalitionskriege wurde das Kloster mehrfach als Quartier genutzt und geplündert. Die Säkularisation erfolgte 1820, woraufhin das Gebäude bis 1825 zu einem Spital umgebaut wurde. Dieses Spital brannte 1883 ab. Die Laienkirche wurde 1887 als Spitalkirche auf den alten Grundmauern wiedererrichtet. Die unterirdische Kapuzinergruft ist bis heute erhalten.

Lage+

Das ehemalige Kapuzinerkloster befindet sich in der Stadt Engen im Landkreis Konstanz, einer Region in Baden-Württemberg, Deutschland.

Vor Ort+

Von der ursprünglichen Klosteranlage ist die unterirdische Kapuzinergruft erhalten geblieben. Die ehemalige Laienkirche wurde nach einem Brand im 19. Jahrhundert als Spitalkirche wiederaufgebaut.

In der Naehe+
  • Palais Reischach (Residenz, 150 m)
  • Krenkinger Schloss (Schloss, 250 m)
  • Burgruine Hohenhewen (Burg, 2575 m)
  • Schloss Bittelbrunn (Schloss, 3489 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Matthäus Merian / Public domain via Wikimedia Commons

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Lage: 47.8524, 8.7718