russisch-orthodoxe Gottesdienste
Kapuzinerkloster Dieburg

Das Kapuzinerkloster Dieburg, ein Kulturdenkmal in Hessen, befindet sich in der südhessischen Stadt Dieburg im Landkreis Darmstadt-Dieburg. Die Anlage ist ein Zeugnis der wechselvollen Geschichte des Kapuzinerordens in dieser Region.
Geschichte+
Nach dem Westfälischen Frieden schenkte der Mainzer Kurfürst Johann Philipp von Schönborn den Kapuzinern ein Kloster in Dieburg, das jedoch 1692 unbewohnbar wurde. Daraufhin errichtete der Orden einen neuen Konvent in der Vorstadt nahe der Wallfahrtskirche, der für den Anbau von Wein und Hopfen bekannt war. Dieser Konvent wurde nach dem Frieden von Lunéville entschädigungslos aufgehoben. Das Kloster beherbergte eine Lateinschule, bot allgemeinen Schulunterricht und theologische Studien an. Zudem diente es mehrfach als Lazarett, so 1794 während des Ersten Koalitionskriegs und 1813 in den Befreiungskriegen. 1822 mussten die letzten Brüder das Kloster verlassen, da die Gebäude in ein Gefängnis umgewandelt wurden. Im Jahr 1860 gründete der Orden auf Einladung von Bischof Wilhelm Emmanuel von Ketteler erneut einen Konvent. Eine neue Klosterkirche, die dem Patrozinium des heiligsten Herzens Jesu unterstellt wurde, entstand bis 1868 auf dem Gelände des ehemaligen Wolfenstetter’schen Anwesens, ermöglicht durch den Ankauf von Domkapitular Christoph Moufang. Von 2006 bis 2009 diente das Kloster als Zentrum für Berufungspastoral der rheinisch-westfälischen Ordensprovinz. Am 25. November 2012 verabschiedeten sich die Kapuziner aufgrund fehlenden Nachwuchses aus Dieburg, womit der Orden keine Niederlassungen mehr im Bistum Mainz unterhält.
Lage+
Das Kapuzinerkloster liegt in Dieburg, einer Stadt im Landkreis Darmstadt-Dieburg in Hessen, Deutschland, auf einer Höhe von etwa 144 m über Normalnull.
Vor Ort+
Seit August 2018 finden in der ehemaligen Klosterkirche sonntags russisch-orthodoxe Gottesdienste der Gemeinde des Heiligen Luka statt.
In der Naehe+
- Stadtbefestigung Dieburg (Stadtbefestigung, 346 m)
- Schloss Fechenbach (Schloss, 350 m)
- Schloss Albini (Schloss, 484 m)
- Herrenhaus Nimptsches Gut (Gundernhausen) (Herren- und Gutshaus, 5158 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Stefan Oemisch / CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 49.9016, 8.8422