KlosterBensheim

Kapuzinerkloster Bensheim

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Kloster (aktiv)

Das Kapuzinerkloster Bensheim, ein historisches Kloster an der Bergstraße in Hessen, wurde im 17. Jahrhundert gegründet und hat eine wechselvolle Geschichte erlebt. Es prägt bis heute das Stadtbild von Bensheim.

Geschichte+

Die Gründung des Kapuzinerklosters in Bensheim erfolgte um 1630, in einer Zeit der Rekatholisierung während des Dreißigjährigen Krieges. Der Orden erhielt 1630 die Genehmigung zum Bau, musste jedoch bereits 1631 vor den Schweden fliehen. Nach ihrer Rückkehr im Jahr 1649 erwarben die Kapuziner ein Grundstück und legten 1653 den Grundstein für die Klosterkirche; der Bau war 1655 vollendet. Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster 1802 aufgehoben und ging in den Besitz des Großherzogtums Hessen-Darmstadt über. Zwischen 1821 und 1911 diente die Anlage als katholisches Lehrerseminar, wobei umfangreiche Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen stattfanden. Im Jahr 1919 erwarb der Kapuzinerorden das Kloster zurück, um dort eine Missionsschule, das Fidelis-Kolleg, einzurichten. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Kloster beschlagnahmt und 1945 durch Fliegerbomben schwer beschädigt. Die Patres leiteten den Wiederaufbau ein, und bereits 1947 konnten wieder Gottesdienste in der neu errichteten Kirche gefeiert werden. Seit 1985 wird das Kloster von Franziskanern der Oberschlesischen Franziskanerprovinz weitergeführt.

Lage+

Das Kloster befindet sich in Bensheim, einer Stadt an der Bergstraße im Bundesland Hessen, Deutschland.

Vor Ort+

Die wiederaufgebauten Klosterteile orientieren sich in ihrer Form an den ursprünglichen Bauten. Die Kirche ist ein schlichter Putzbau mit Satteldach und einem Rundfenster in der Giebelwand. Im Inneren befindet sich ein Saal mit flacher Holzdecke, beleuchtet durch hohe Rundbogenfenster. Ein Seitenschiff ist durch niedrige Korbbögen auf breiten Pfeilern abgetrennt, der Chor liegt eingezogen. Über dem Eingang ist eine Orgelempore angeordnet. Die Wohn- und Kollegbauten sind zweigeschossig mit Walmdächern und schlichten Fensteröffnungen. Die verputzten Kernbauten umschließen einen Kreuzgang aus rotem Sandstein mit paarigen, stichbogigen Fenster- und Türöffnungen, die von polygonalen Säulen gestützt werden. Ein großer Holzkruzifixus von 1760 schmückt den Eingangsbereich. Ein erhöhter Vorplatz mit Treppenanlagen liegt vor der Kirche, östlich davon ein Glockenturm aus gelbem Sandstein, der in den 1960er Jahren errichtet wurde.

In der Naehe+
  • Adelshof Gemminger Hof (Herren- und Gutshaus, 94 m)
  • Adelshof Helmstädter Hof (Herren- und Gutshaus, 154 m)
  • Hohenecker Hof (Herren- und Gutshaus, 159 m)
  • Dalberger Hof (Herren- und Gutshaus, 183 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 49.6819, 8.6231