KlosterVreden

Kanonissenstift Vreden

Kanonissenstift Vreden

Stiftskirche

Das ehemalige Kanonissenstift Vreden, ein bedeutendes Kulturdenkmal in Deutschland, liegt in der Region Borken in Nordrhein-Westfalen. Es zählt zu den ältesten Frauenstiften Westfalens und spielte über Jahrhunderte eine wichtige Rolle in der regionalen Geschichte und Kultur.

Geschichte+

Die Gründung des Kanonissenstifts Vreden erfolgte spätestens im Jahr 839. Es wurde der Heiligen Felicitas geweiht und war ursprünglich für Damen des Hochadels bestimmt. Der Stifter Walbert, vermutlich aus dem Geschlecht der Billunger, veranlasste die Überführung von Heiligenreliquien, was als Abschluss der Gründung gilt. Die erste Stiftskirche war ein Vorgängerbau der heutigen Pfarrkirche St. Georg, bevor St. Felicitas zwischen 1070 und 1100 diesen Status übernahm. Das Stift war zeitweise reichsunmittelbar und pflegte enge Verbindungen zu den Kaisern, was sich in der Besetzung der Äbtissinnenpositionen durch Töchter und Verwandte kaiserlicher Familien widerspiegelte. Im Jahr 1024 besuchte König Konrad II. das Stift und wurde von den Äbtissinnen Adelheid von Vreden und Sophia von Essen empfangen. Die Reichsunmittelbarkeit endete 1261 mit der Unterwerfung unter den Bischof von Münster. Eine Legende besagt, dass Norbert von Xanten im Jahr 1115 auf dem Weg nach Vreden durch einen Blitzeinschlag vom Pferd geworfen und bekehrt wurde. Im Jahr 1324 erlitt das Stift während der Bredevoorter Fehde Plünderungen und einen Brand, der das Archiv zerstörte. Die Aufhebung des Stifts erfolgte im Jahr 1810.

Lage+

Das Kanonissenstift Vreden befindet sich in der Stadt Vreden, die zum Kreis Borken in Nordrhein-Westfalen gehört.

Vor Ort+

Die Stiftskirche St. Felicitas, deren Ursprünge im 9. Jahrhundert liegen, wurde im 11. Jahrhundert um eine Hallenkrypta erweitert. Der heutige Kirchenbau entstand im 12. Jahrhundert, wobei der Chor im Jahr 1427 neu errichtet wurde. Nach der Aufhebung des Stifts und starken Umbauten im Jahr 1911 erlitt die Kirche im Zweiten Weltkrieg Zerstörungen an Chor und Gewölben, die bis 1952 wiederaufgebaut wurden. Nach einer umfassenden Sanierung wurde die Stiftskirche 2016 wieder in Dienst genommen. Das Vredener Hungertuch von 1619 und ein Marienleuchter aus dem späten 15. Jahrhundert sind in der Kirche ausgestellt. Eine Rasenfläche erstreckt sich heute zwischen der Kirche und dem Stadtgraben, wo sich einst das Krankenhaus befand. Ein Kreuzweg und ein Fünffachstahlkreuz erinnern an die religiöse Geschichte des Ortes.

In der Naehe+
  • Haus Vreden (Herren- und Gutshaus, ca. 386 m entfernt)
  • Gut Hessinghook (Herren- und Gutshaus, ca. 9889 m entfernt)
  • Haus Lohn (Schloss, ca. 10776 m entfernt)
  • Burgrest Oeding (Burg, ca. 11430 m entfernt)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Tetzemann / CC0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 52.0357, 6.8208