Pfarrkirche
Kanonissen-, später Kollegiatstift Meschede

Das ehemalige Kanonissen- und spätere Kollegiatstift Meschede, eine historische Klosteranlage, befindet sich im Hochsauerlandkreis in Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Es ist als Baudenkmal geschützt und zeugt von einer langen und wechselvollen Geschichte, die in karolingischer Zeit ihren Anfang nahm.
Geschichte+
Die Ursprünge des Stifts Meschede liegen im 9. Jahrhundert, als es als Damenstift gegründet wurde. Es gilt als das zweitälteste Frauenkloster Westfalens. Die Gründung wird zwischen 804 und 860 vermutet, wobei Emhildis als Gründerin gilt, die vermutlich aus der Ricdagsippe stammte. Die Familie der Grafen von Werl und später von Arnsberg war eng mit dem Stift verbunden und fungierte als Erbvögte. Eine erste sichere urkundliche Erwähnung datiert auf das Jahr 913, als König Konrad I. dem Kloster Privilegien wie Immunitätsrechte und die freie Wahl der Äbtissin bestätigte. Schenkungen von Adeligen und Kaisern, darunter Otto I. und Otto III., führten zu beträchtlichem Grundbesitz und Reichtum. Das Stift besaß umfangreiche Ländereien, darunter 40 curtes mit 300–400 Höfen, und verfügte über Besitzungen am Rhein sowie Salzhäuser. Um das Jahr 1000 schenkte Äbtissin Hitda dem Stift den kostbaren Hitda-Codex. Ab 1070 unterstand das Dekanat Engern der Mescheder Äbtissin. Neben der Äbtissin lebten etwa 20 Damen im Stift. Es war zunächst Maria geweiht und entwickelte sich später zu einem Zentrum der Verehrung der heiligen Walburga, deren Reliquien im frühen 10. Jahrhundert nach Meschede gelangten. Das Stift spielte eine wichtige Rolle für Kultur und Bildung, unterhielt Schulen für Jungen und Mädchen und verfügte über einen Konvent von zehn Kanonikern für die Seelsorge. Im 14. Jahrhundert erfolgte die Umwandlung in einen Konvent männlicher Kanoniker. In dieser Form bestand es bis zur Säkularisation in den Jahren 1803/05.
Lage+
Das Stift Meschede liegt in der Stadt Meschede, eingebettet in die Landschaft des Hochsauerlandkreises in Nordrhein-Westfalen.
Vor Ort+
Die ehemalige Stiftskirche wird seit der Säkularisation Anfang des 19. Jahrhunderts als Pfarrkirche genutzt und ist ein geschütztes Baudenkmal.
In der Naehe+
- Schloss Laer (Schloss, 1841 m)
- Ruine Eversberg (Ruine, 3974 m)
- Herrenhaus Stockhausen (Herren- und Gutshaus, 4422 m)
- Herrenhaus Bockum (Bockum) (Herren- und Gutshaus, 7105 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Dat doris / CC BY 4.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 51.3458, 8.2831