KlosterBielefeld

Jostbergkloster

Jostbergkloster

Ruine, frei zugänglich

Das Jostbergkloster, eine ehemalige Niederlassung der Franziskanerobservanten, befindet sich auf einem Höhenzug des Teutoburger Waldes südwestlich von Bielefeld. Von diesem historischen Sakralbau sind heute noch die Grundmauern der spätgotischen Klosterkirche erhalten, die als Kulturdenkmal in Deutschland geschützt sind.

Geschichte+

Die Ursprünge des Jostbergklosters reichen bis ins Jahr 1481 zurück, als Gläubige begannen, den heiligen Eremiten Jodokus auf dem Loyckhuserberge zu verehren. Bischof Simon III. von Paderborn erlaubte 1483 den Bau einer Kapelle für Jodokus und Maria, nachdem sich eine Wallfahrt entwickelt hatte. Um 1496 bemühten sich der Franziskaner Johannes Schrage und sein Bruder, der Kaufmann Wessel Schrage, um die Berufung von Franziskanern zur Betreuung des Jodokuskultes. Obwohl die Ordensoberen der Kölnischen Franziskanerprovinz den abgelegenen Ort zunächst ablehnten, genehmigte Papst Alexander VI. schließlich die Gründung einer Niederlassung durch den Franziskaner Deithard Duve. Herzog Wilhelm von Jülich und Berg übertrug den Franziskanern die Kapelle und das umliegende Gelände. Im Jahr 1501 erhielten die Mönche die Erlaubnis, an einer anderen, höheren Stelle des Berges ein neues Kloster zu errichten, das 1502 geweiht wurde. Aufgrund widriger Bedingungen wie starkem Wind, Wassermangel und Abgeschiedenheit, die die Seelsorge und das Betteln erschwerten, genehmigte Papst Julius II. 1507 die Verlegung des Klosters in die Stadt Bielefeld. Dort wurde den Franziskanern ein Grundstück an der Obernstraße geschenkt, und die neue Klosterkirche St. Jodokus und Franziskus wurde 1511 geweiht.

Lage+

Das ehemalige Kloster liegt auf einer Höhe von etwa 225 Metern über Normalnull in der Stadt Bielefeld, im Bundesland Nordrhein-Westfalen, Deutschland.

Vor Ort+

Die Grundmauern der spätgotischen Klosterkirche sind bis zu einer Höhe von einem Meter erhalten. Der Chor misst 9,1 Meter in der Breite und 14 Meter in der Länge. Die Kirche war einschiffig mit drei Jochen und einem 5/8-Chorschluss, bei einer Gesamtlänge von 24,4 Metern im Innenmaß. Die Ruine wurde 1912 und 1966 freigelegt, zerfiel jedoch anschließend. Nach archäologischen Grabungen und Dokumentationen in den Jahren 1993/94 wurde die Kirchenruine 2009 instand gesetzt und teilweise restauriert.

In der Naehe+
  • Sparrenburg (Burg, 2540 m)
  • Adelshof Spiegelshof (Herren- und Gutshaus, 2705 m)
  • Adelshof Grestscher Hof (Herren- und Gutshaus, 2707 m)
  • Adelshof Waldhof (Herren- und Gutshaus, 2773 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Grugerio / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 52.0108, 8.4903