KlosterMainz

Johanniterkommende "zum Heiligen Grab"

Johanniterkommende "zum Heiligen Grab"

Bischöfliches Ordinariat

Die Johanniterkommende „zum Heiligen Grab“ in Mainz ist ein historisches Klostergebäude, das sich durch seine barocke Architektur auszeichnet. Als Kulturdenkmal in Deutschland bewahrt es ein reiches Erbe und dient heute als Sitz des Bischöflichen Ordinariats.

Geschichte+

Die Gründung der Johanniterkommende erfolgte im Jahr 1281. Es wird angenommen, dass das Gebäude möglicherweise von den Chorherren vom Heiligen Grab übernommen wurde, wobei die Heilig-Geist-Kapelle bereits aus dem 12. Jahrhundert stammt. Zwischen 1306 und 1502 unterstand der Kommende die Niederlassung in Hangen-Weisheim, und von 1325 bis 1367 war die Wormser Niederlassung als Teil angegliedert. Die heutigen Gebäude wurden zwischen 1740 und 1748 an der Stelle eines früheren gotischen Wohnturms errichtet. Nach der Auflösung des Johanniterordens im Zuge der Säkularisation im Jahr 1803 beherbergte das Gebäude von 1813 bis 1814 eine Artillerieschule unter Napoleon. Anschließend diente es bis 1918 als Geniedirektion der Festung Mainz. Zwischen 1930 und dem Zweiten Weltkrieg wurde es von Franziskanern genutzt. Die Seitenflügel erlitten 1945 schwere Schäden bei Luftangriffen und wurden ab 1954 restauriert. Die Kapelle der Kommende wurde in den 1960er Jahren abgerissen, ihre Fundamente wurden jedoch vor 1998 wiederentdeckt.

Lage+

Das Kloster befindet sich am Bischofsplatz 2 in der Altstadt von Mainz, einer Stadt in Rheinland-Pfalz, Deutschland.

Vor Ort+

Das Gebäude ist heute Eigentum des Bistums Mainz und beherbergt seit 1969 das Bischöfliche Ordinariat. Die barocke Architektur, die von Johann Caspar Bagnato und Anselm Franz von Ritter zu Groenesteyn entworfen wurde, zeigt klassizistische Elemente mit einem zentralen Hauptgebäude, einem dreieckigen Giebel und zwei vorgelagerten Pavillons. Im Giebel sind das Malteserkreuz und das Mainzer Rad als Allianzwappen dargestellt. Ein schmiedeeisernes Tor mit kettenbehangenen Kugelbomben und Flammen als Allegorie der französischen Artillerieschule grenzt das Ensemble zur Straße hin ab.

In der Naehe+
  • Bischöfliches Palais (Sakralbau, 67 m)
  • Johanniskirche (Sakralbau, 84 m)
  • Palais Älterer Dalberger Hof (Residenz, 178 m)
  • Mainzer Dom (Sakralbau, 188 m)

Nimm Mobile Geschichte mit auf die Reise

Diesen Text liest du gerade kostenlos. Mit Premium kommt dazu, was unterwegs zählt: Beschreibungen vorlesen lassen, Objekte durch die Kamera finden, Regionen offline mitnehmen.

  • Alle Beschreibungstexte, auch die der ~17.700 Premium-Objekte
  • Audio-Guide: Beschreibungen unterwegs vorlesen lassen
  • AR-Sucher: Objekte durch die Kamera sehen, mit Entfernung und Richtung
  • Unbegrenzte Merkliste

14 Tage kostenlos testen, danach ab 2,99 € im Monat. Jederzeit kündbar.

Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Symposiarch / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 49.9976, 8.2724