sozialpädagogische Einrichtung
Johanniterkommende St. Leonhard

Die Johanniterkommende St. Leonhard in der westlichen Altstadt von Regensburg repräsentiert eine bedeutende historische Klosteranlage, die einst dem Johanniter- und später dem Malteserorden angehörte. Ihre Geschichte ist eng mit der im Kern romanischen Leonhardskirche verbunden, die bis heute erhalten ist. Heute beherbergen die modernisierten Gebäude der ehemaligen Kommende eine sozialpädagogische Einrichtung für Kinder und Jugendliche.
Geschichte+
Die Leonhardskirche, deren Ursprünge auf die erste Hälfte des 12. Jahrhunderts datiert werden, bildete den Kern der späteren Kommende. Obwohl die früheste urkundliche Erwähnung einer Johanniterkommende in Regensburg erst 1276 erfolgte, wird vermutet, dass die Niederlassung bereits im 12. oder 13. Jahrhundert durch die Übernahme eines bestehenden Klosters oder Spitals entstand. Im späten Mittelalter kämpfte die Kommende mit finanziellen und personellen Engpässen, was zeitweise zur Vereinigung mit der Johanniterkommende Altmühlmünster führte. Während der Reformation im Jahr 1542 wurde die Leonhardskirche für lutherische Gottesdienste genutzt, später jedoch rekatholisiert. Im Dreißigjährigen Krieg, insbesondere während der schwedischen Besatzung 1633/34, diente die Kommende als Lazarett und Seuchenspital und erlitt erhebliche Zerstörungen. Nach dem Krieg beherbergte sie kurzzeitig Karmelitenpatres und diente später als Herberge für durchreisende Malteser. Die Säkularisation von 1802/03 verschonte die Ritterorden zunächst, doch mit dem Übergang Regensburgs an das Königreich Bayern im Jahr 1810 wurde auch die Johanniterkommende St. Leonhard aufgelöst und verstaatlicht.
Lage+
Die ehemalige Johanniterkommende St. Leonhard befindet sich in der Stadt Regensburg, im Bundesland Bayern, Deutschland. Sie liegt in der westlichen Altstadt.
Vor Ort+
Die heutigen Gebäude der ehemaligen Kommende dienen als Standort einer sozialpädagogischen Einrichtung für Kinder und Jugendliche.
In der Naehe+
- Dominikanerinnenkloster (Sakralbau, 156 m)
- Württembergisches Palais (Schloss, 239 m)
- Thon-Dittmer-Palais (Residenz, 570 m)
- Dörnberg Palais (Residenz, 687 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: High Contrast / CC BY 3.0 de via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 49.0215, 12.0858