KlosterRheinland-Pfalz

Johanniterkommende St. Johann Baptist, Heimbach

Johanniterkommende St. Johann Baptist, Heimbach

Denkmal

Die Johanniterkommende St. Johann Baptist in Heimbach war eine bedeutende mittelalterliche Klosteranlage, die sich in der Region Südliche Weinstrasse in Rheinland-Pfalz befand. Ursprünglich als befestigter Klosterhof mit einer Kirche konzipiert, diente sie dem Johanniterorden und später dem Malteserorden als regionales Verwaltungszentrum.

Geschichte+

Die Gründung der Kommende Heimbach erfolgte im Jahr 1207, basierend auf einer Schenkung Kaiser Friedrich Barbarossas aus dem Jahr 1185. Sie entwickelte sich zu einem wichtigen Stützpunkt des Johanniterordens. Im Jahr 1310 wurde die Kommende zum Schauplatz einer historischen Begegnung: Johann, der Sohn Kaiser Heinrichs VII., und Elisabeth von Böhmen trafen sich hier vor ihrer Hochzeit in Speyer. Trotz einer wirtschaftlichen Krise um 1350, die durch den Verkauf von Ländereien überwunden wurde, spielte die Kommende weiterhin eine zentrale Rolle. Der Heimbacher Vergleich von 1382, der dem Johanniterorden in Brandenburg Autonomierechte sicherte, war ein bedeutendes Ereignis. Im Bauernkrieg von 1525 wurde die Anlage geplündert und in Brand gesteckt, jedoch unter Komtur Johann von Hattstein wiederaufgebaut. Eine erneute Zerstörung erfolgte im Dreißigjährigen Krieg um 1622. Obwohl die Kirche nochmals für Gottesdienste hergerichtet wurde, führte die endgültige Zerstörung durch französische Revolutionstruppen in den Jahren 1794/95 zum Ende der Kommende.

Lage+

Die ehemalige Klosteranlage lag auf etwa 130 m über dem Meeresspiegel im nördlichen Bereich der Gemarkung von Zeiskam, abseits der damaligen Wohnbebauung. Der Hainbach, der 50 m südlich des Geländes fließt und zur Befüllung der Befestigungsgräben diente, gab der Kommende ihren Namen.

Vor Ort+

Heute sind von der einstigen Johanniterkommende St. Johann Baptist in Heimbach kaum noch Reste erhalten. Ein Denkmal erinnert an die historische Bedeutung dieser ehemaligen Klosteranlage.

In der Naehe+
  • Adelssitz Dalberger Hof (Herren- und Gutshaus, 6133 m)
  • Schloss Edesheim (Schloss, 8268 m)
  • Schloss Kupperwolf (Schloss, 8352 m)
  • Festung Germersheim-Stengelkaserne (Festung, 9662 m)

Nimm Mobile Geschichte mit auf die Reise

Diesen Text liest du gerade kostenlos. Mit Premium kommt dazu, was unterwegs zählt: Beschreibungen vorlesen lassen, Objekte durch die Kamera finden, Regionen offline mitnehmen.

  • Alle Beschreibungstexte, auch die der ~17.700 Premium-Objekte
  • Audio-Guide: Beschreibungen unterwegs vorlesen lassen
  • AR-Sucher: Objekte durch die Kamera sehen, mit Entfernung und Richtung
  • Unbegrenzte Merkliste

14 Tage kostenlos testen, danach ab 2,99 € im Monat. Jederzeit kündbar.

Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: BlueBreezeWiki / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 49.2502, 8.2444