KlosterGoslar

Johanniterkommende Hl. Grab

Johanniterkommende Hl. Grab

Geringfügige Reste

Die Johanniterkommende Hl. Grab in Goslar, Niedersachsen, war ein historisches Kloster des Johanniterordens. Die Anlage, deren Ursprünge auf das Jahr 1164 zurückgehen, zeichnete sich durch eine besondere Widmung an das Heilige Grab aus, die sich auch in der Architektur der Klosterkirche widerspiegelte.

Geschichte+

Die erste urkundliche Erwähnung der Ordensniederlassung datiert auf das Jahr 1214. Sie befand sich nordwestlich der Goslarer Stadtbefestigung. Das Patrozinium des Heiligen Grabes verwies auf den Ursprung des Ordens in Jerusalem und diente als symbolische Darstellung des für viele unerreichbaren Pilgerziels. Die Klosterkirche besaß einen Zentralbau, der als Nachbildung des Heiligen Grabes konzipiert war. Zum Klosterkomplex, der sich bis zum heutigen Postgelände erstreckte, gehörte auch ein Hospital, das dem Auftrag des Ordens entsprach. Bereits vor der Reformation zeigten sich die Gebäude in einem baufälligen Zustand, und es gab Gespräche mit dem Stadtrat über eine Verlegung der Kommende. Ein Teil der Anlage wurde schon 1508 abgerissen. Im Jahr 1527, während der Bedrohung Goslars durch Heinrich II. von Braunschweig-Wolfenbüttel, ließ der Rat der Stadt das Heilig-Grab-Kloster aus strategischen Verteidigungsgründen abtragen. Die Johanniter fanden zunächst im Kloster der Trollmönche Unterschlupf, bevor der Konvent im Zuge der Reformation aufgelöst wurde. Im Laufe der Jahrhunderte wurden die Fundamentreste überwuchert und verschüttet, bis sie bei der Stadterweiterung in der Kaiserzeit wiederentdeckt, teilweise freigelegt und konserviert wurden. Dabei fand man auch die Grabplatte von Johannes Engel, einem der letzten Priore, die heute in der Kaiserpfalz zu sehen ist.

Lage+

Die ehemalige Johanniterkommende befand sich in der Stadt Goslar im Bundesland Niedersachsen, Deutschland.

Vor Ort+

Von den einstigen Klostergebäuden sind heute nur noch geringfügige Reste an der Straße Am Heiligen Grabe erhalten, die an die historische Bedeutung des Ortes erinnern.

In der Naehe+
  • Kaiserpfalz Goslar (Residenz, 880 m)
  • Kloster Riechenberg (Sakralbau, 2037 m)
  • Rittergut Astfeld (Herren- und Gutshaus, 4254 m)
  • Adelssitz Cramer von Clausbruch (Herren- und Gutshaus, 4532 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Rabanus Flavus / CC0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 51.9096, 10.4189