Friedhof, Gehöfte
Johanniterkommende Boekzetel

Die Johanniterkommende Boekzetel, ehemals ein mittelalterliches Kloster, befindet sich in Niedersachsen, Deutschland. Obwohl nur wenige historische Details über diese ostfriesische Kommende erhalten sind, zeugen drei Gehöfte und ein Friedhof auf einer Warft noch heute von ihrer einstigen Präsenz. Archäologische Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Fundamente der ehemaligen Klosterkirche unter dem heutigen Friedhof liegen.
Geschichte+
Die genaue Gründungszeit der Johanniterkommende Boekzetel ist nicht überliefert. Es wird angenommen, dass Benediktiner ursprünglich ein Kloster an diesem Ort gründeten, bevor es in den Besitz des Johanniterordens überging. Eine erste urkundliche Erwähnung der Kommende als „Bowkesete“ stammt aus dem Jahr 1319. Im Jahr 1499 sollte Boekzetel zunächst der Kommende Abbingwehr angegliedert werden, fungierte dann jedoch als Außenhof der Hasselter Kommende. Nach der Auflösung der Hasselter Kommende im Jahr 1528 durch Graf Enno II. fielen die Güter Boekzetels an den Grafen. Die Klosterkirche wurde 1555 abgerissen, wobei Teile ihres Materials für andere Bauten wiederverwendet wurden. Im Jahr 1608 erhielten die Johanniter ihre Güter, einschließlich Boekzetel, zurück. 1806 wurden die Ländereien vom König von Holland eingezogen und zu einer Staatsdomäne erklärt. Im 17. Jahrhundert wurde das Klostergut an die Familie Harsebrock verpachtet, und im späten 18. Jahrhundert erwarb Jan Hansen Onken nach und nach die verbliebenen Teile des Gutes, die bis ins 20. Jahrhundert im Besitz seiner Nachkommen blieben.
Lage+
Die ehemalige Johanniterkommende Boekzetel liegt in Ostfriesland, einem Teil Niedersachsens in Deutschland, westlich des Boekzeteler Meeres.
Vor Ort+
Heute kennzeichnen drei Gehöfte mit dem Namen Boekzeteler Kloster den ehemaligen Besitz der Kommende. Ein Friedhof auf einer Warft, halbkreisförmig von den Höfen umschlossen, wird weiterhin genutzt. Geophysikalische Untersuchungen im Jahr 2011 lieferten Hinweise auf die Fundamente der ehemaligen Klosterkirche unter dem Friedhof sowie auf weitere Strukturen im südlich angrenzenden Wiesenbereich.
In der Naehe+
- Rittergut Stikelkamp (Herren- und Gutshaus, 4704 m)
- Kloster Ihlow (Sakralbau, 8182 m)
- Adelssitz Uppingaburg (Burg, 10750 m)
- Schloss Philippsburg (Schloss, 10976 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Matthias Süßen / CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 53.3361, 7.5064