Reformierte Kirche
Johanniter-Doppelkommende Jemgum
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Die Johanniter-Doppelkommende Jemgum war eine bedeutende Niederlassung des Johanniterordens in Ostfriesland. Gelegen im Westen des heutigen Dorfes Jemgum, zeichnete sich das Kloster durch umfangreichen Landbesitz und eine herausragende Stellung unter den ostfriesischen Ordenshäusern aus.
Geschichte+
Die Gründung der Johanniter-Niederlassung in Jemgum erfolgte um 1240, möglicherweise durch Johanniter aus der Kommende Steinfurt. Die Ansiedlung könnte im Zusammenhang mit dem fünften Kreuzzug stehen, bei dem Friesen die Arbeit des Ordens schätzen lernten und diesen mit Schenkungen bedachten. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Kommende 1284/85, als der Komtur von Steinfurt Rechte an der Kirche von Holtgaste erwarb und dort ein Vorwerk errichten ließ. Der ursprünglich kleine Landbesitz wurde sukzessive erweitert, und die Lage an der Ems förderte das wirtschaftliche Wachstum, wobei die Viehwirtschaft als Haupteinnahmequelle diente. Jemgum entwickelte sich zu einer führenden Kommende in Ostfriesland. Im Jahr 1401 wurde die Pfarrkirche Jemgum mit ihren Ländereien inkorporiert. Nonnen sind in Jemgum ab 1456 belegt. 1496 wurde das Kloster auf das drei Kilometer entfernte Vorwerk Jemgumkloster verlegt. Nach der Einführung der Reformation im Jahr 1528 eignete sich der ostfriesische Graf Enno II. die Kommende an. Während der ersten Schlacht von Jemgum wurde die Kommende von Soldaten des Herzogs von Geldern gebrandschatzt, und die verbliebenen Ordensleute flohen zur Kommende Muhde.
Lage+
Das ehemalige Kloster befand sich im heutigen Dorf Jemgum, das zur Gemeinde Leer in Niedersachsen, Deutschland, gehört.
Vor Ort+
Die Klosterkirche entstand vermutlich bereits im 13. Jahrhundert. Eine weitere Kapelle des Klosters im Ort wurde 1402 an die Kirchengemeinde Jemgum abgetreten und ist heute Teil der Reformierten Kirche. Diese wurde nach Bränden 1930 und 2004 wiederaufgebaut und im expressionistischen Stil von 1930 wiederhergestellt. Es gab Hinweise auf ein räumlich getrenntes Schwesternhaus für Nonnen in unmittelbarer Nähe der Klosteranlagen. Ein Vorwerk ist für Holtgaste belegt.
In der Naehe+
- Benediktiner-Doppelkloster Thedinga (Kloster, 4275 m)
- Schloss Haneburg (Schloss, 5573 m)
- Harderwykenburg (Burg, 5624 m)
- Johanniter-Doppelkommende Muhde (Kloster, 6881 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 53.2645, 7.3876