KlosterEichstätt

Jesuitenkolleg Eichstätt

Jesuitenkolleg Eichstätt

Bischöfliches Seminar, Katholische Schutzengelkirche

Das ehemalige Jesuitenkolleg in Eichstätt, Bayern, ist ein historisches Klostergebäude, das eine zentrale Rolle in der Bildungsgeschichte der Region spielte und heute als Bischöfliches Seminar dient. Es ist eng mit der Entwicklung der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt verbunden.

Geschichte+

Die Ursprünge des Kollegs reichen bis ins Jahr 1564 zurück, als Fürstbischof Martin von Schaumberg das Collegium Willibaldinum zur Priesterausbildung gründete. Im Jahr 1614 übertrug Fürstbischof Johann Christoph von Westerstetten die Einrichtung den Jesuiten. Zwischen 1617 und 1620 entstand eine geräumige Wandpfeilerkirche, die heutige Schutzengelkirche. Während des Schwedensturms im Jahr 1634 wurden sowohl die Kirche als auch das Kolleg stark beschädigt, wobei lediglich die Umfassungsmauern, die Chorwölbung und der Turm der Kirche erhalten blieben. Der Wiederaufbau des Kollegs wurde 1665 abgeschlossen. Nach der Aufhebung des Jesuitenordens im Jahr 1773 gelang es Bischof Johann Anton III. von Zehmen, das Willibaldinum zehn Jahre später wieder zu eröffnen. Mit der Säkularisation in Bayern im Jahr 1806 verlor die Einrichtung vorübergehend an Bedeutung. 1838 erfolgte die Wiedereröffnung als Knabenseminar, gefolgt von der Errichtung eines Lyzeums im Jahr 1843. Dieses Lyzeum wurde 1924 in eine Philosophisch-theologische Hochschule umgewandelt, die seit 1980 als Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt bekannt ist.

Lage+

Das Jesuitenkolleg befindet sich in der Stadt Eichstätt im bayerischen Regierungsbezirk Oberbayern, Deutschland.

Vor Ort+

Der Komplex des ehemaligen Jesuitenkollegs beherbergt heute das Bischöfliche Seminar und die Katholische Schutzengelkirche. Die Kirche, ein Wandpfeilerbau mit geschweiftem Giebel und einem südlich zurückgesetzten Turm, wurde nach dem Brand von 1634 bis 1661 wiederaufgebaut und im Inneren 1717 mit Rokokostuckaturen von Franz de Gabrieli und Fresken von Johann Michael Rosner neu gestaltet. Das Kollegium selbst wurde im 17. Jahrhundert erbaut und im Laufe der Jahrhunderte durch Erweiterungen und Umbauten, zuletzt 1981–1984, angepasst.

In der Naehe+
  • Sommerresidenz (Schloss, 264 m entfernt)
  • Kloster Herz Jesu (Sakralbau, 274 m entfernt)
  • Residenz Eichstätt (Residenz, 282 m entfernt)
  • Cobenzlschlösschen (Schloss, 307 m entfernt)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: WaldiWuff / CC0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 48.8896, 11.1857