Privatbesitz
Jagdschloss Blühnbach

Das Schloss Blühnbach befindet sich im Blühnbachtal bei Werfen im Bundesland Salzburg. Das Schloss ist in Privatbesitz und "hermetisch abgeriegelt."
Ursprünglich war das Schloss ein hölzernes Jagdhaus, dessen erste urkundliche Erwähnung 1431 erfolgte. Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau (1559–1617) ließ von 1603 bis 1607 das Jagdhaus zu einem gemauerten Jagdschloss ausbauen. 1816 nach der endgültigen Angliederung Salzburgs an Österreich ging das Eigentum auf den Staatsärar über.
Als Hermann von Barth dort 1873 abstieg, war es "schon seit vielen Jahren im Pacht einer grossen Jagdgesellschaft meist österreichischer Fürsten und Cavaliere," die für die Aufsicht über ihre wildreichen Reviere zahlreiche Jäger beschäftigten. "Von der Frau Oberjägerin, die hier eine vortreffliche Wirthschaft führt, geleitet, besichtigte ich die verschiedenen Cabinete der Jagdherren, zuletzt auch den prächtig eingerichteten Speisesaal in der nordwestlichen Ecke des Schlosses, Alles in reinsten Waidmannsstyle und doch luxuriös und comfortable zugleich. Der Tourist findet im Blühnbachschlosse stets gastfreundliche Aufnahme und vortreffliche Unterkunft."
1908 erwarben die Habsburger den Besitz. Thronfolger Franz Ferdinand (1863–1914) ließ 1910 das Jagdschloss umbauen beziehungsweise neu errichten. Er ließ auch 14 000 Hektar Wald in eine von der Außenwelt hermetisch abgeschlossene und nur jagdlich genutzte Herrscherdomäne umwandeln; dies führte zu massiven Auseinandersetzungen mit der Bevölkerung und dem Alpenverein. Nach seiner Ermordung 1914 wurde das Schloss 1916 an die Familie Krupp von Bohlen und Halbach verkauft. Der „letzte Krupp“, Arndt von Bohlen und Halbach, wurde 1986 in der Gruft der Schlosskapelle von Schloss Blühnbach beigesetzt. Nach seinem Tod kaufte 1988/89 der US-amerikanische Industrielle Frederick R. Koch (Koch Industries) das Schloss.
Umgebung+
Die Abriegelung des Schlosses behindert Bergwanderer, die aus dem Blühnbach- ins Tiefenbachtal aufsteigen wollen; "um den Steig zu erreichen, muss man sich oberhalb [des Schlosses] entlang dem Begrenzungszaun durchschlagen."
Nimm Mobile Geschichte mit auf die Reise
Diesen Text liest du gerade kostenlos. Mit Premium kommt dazu, was unterwegs zählt: Beschreibungen vorlesen lassen, Objekte durch die Kamera finden, Regionen offline mitnehmen.
- Alle Beschreibungstexte, auch die der ~17.700 Premium-Objekte
- Audio-Guide: Beschreibungen unterwegs vorlesen lassen
- AR-Sucher: Objekte durch die Kamera sehen, mit Entfernung und Richtung
- Unbegrenzte Merkliste
14 Tage kostenlos testen, danach ab 2,99 € im Monat. Jederzeit kündbar.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Lplan / CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 47.4804, 13.1049