SchlossDitzingen-Schöckingen

Hinteres Schloss Schöckingen

Hinteres Schloss Schöckingen

Privatbesitz

Das Hintere Schloss wird auch Großes Haus oder Gaisberg´sches Gebäude genannt. Auf einem rechteckigen Grundriss erhebt sich das gemauerte Erdgeschoss, dem zwei gelb verputzte Fachwerkgeschosse folgen. Den oberen Abschluss bildet ein hohes, ziegelgedecktes Steildach. Die südöstliche Fassade besitzt ein aufwändig gearbeitetes Rundbogenportal mit der Wappentafel Friedrich Albrechts von Gaisberg. Es zeigt seine Initialen F. A. V. G und die Jahreszahl 1754, das Errichtungsjahr des Baus. Im Inneren des Gebäudes sind noch alte Stuckdecken erhalten.

Das als Niederungsburgs erbaute Schloss Schöckingen fand seine erste urkundliche Erwähnung im 13. Jahrhundert. Im Mittelalter gehörte die Burg samt dem umliegenden Ort zum Herrschaftsbereich der Herren von Nippenburg, die bis 1566 das heutige Haupthaus erbauen ließen. Die Nippenburger weigerten sich lange Zeit, in Schöckingen die Reformation einzuführen, weswegen das Schloss während des Dreißigjährigen Kriegs von protestantischen Truppen zerstört wurde. Das Hintere Schloss war bereits 1431 einmal zerstört worden. Die württembergische Landesherrschaft drängte die Nippenburger aus dem Ort und vergab die Schlossanlage am 11. April 1660 als württembergisches Lehen an die Freiherren von Gaisberg-Schöckingen.

Diese ließen im Jahr 1740 das durch einen Blitzschlag teilweise zerstörte Haupthaus wieder aufbauen und 1754 das Hintere Schloss errichten. Ende des 18. und im 19. Jahrhundert kamen weitere Veränderungen am Haupthaus hinzu, während um 1800 das Maierhaus errichtet wurde.

Seit Ende der 1970er Jahre ist ein Teil der Schlossanlage im Besitz von Manfred Osterwald, der es in den 1980ern nach seinen Plänen im historischen Stil neu aufbauen und sanieren ließ.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://schloesserrundschau.de/bawue/schloesser/schoeckingenalt.html

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 48.8462, 9.0285