KlosterMünchen

Herz-Jesu-Kloster

Herz-Jesu-Kloster

Kloster (aktiv)

Das Herz-Jesu-Kloster in München, ein bemerkenswertes Baudenkmal in Bayern, beherbergt eine Klosterkirche, die als Pionierbau in Stahlbetonarchitektur gilt. Gelegen in der Isarvorstadt, präsentiert sich der Sakralbau als dreischiffige Hallenkirche in Sichtbeton, deren Gestaltung von regionalen Künstlern geprägt wurde. Es ist ein Ort der Besinnung und ein Zeugnis moderner Sakralarchitektur nach dem Zweiten Weltkrieg.

Geschichte+

Die Geschichte des Herz-Jesu-Klosters ist von Zerstörung und Wiederaufbau geprägt. Ein ursprüngliches Gebäude aus dem Jahr 1869, entworfen von Michael Reifenstuel, wurde im Zweiten Weltkrieg durch Bombenangriffe vollständig zerstört. Der heutige Klosterkomplex, der die Kirche und ein Mädchenwohnheim umfasst, entstand zwischen 1953 und 1955 nach den Plänen von Alexander von Branca und Herbert Groethuysen. Die Grundsteinlegung erfolgte am 16. August 1953, und die Weihe der Kirche fand am 5. Juni 1955 statt. Im Jahr 1963 wurde eine Orgel der Firma Rieger installiert. Eine umfassende Renovierung der Kirche erfolgte 1995, und 1999 wurde sie als Kulturdenkmal anerkannt.

Lage+

Das Herz-Jesu-Kloster befindet sich in der Buttermelcherstraße 10 in der Isarvorstadt, einem zentralen Stadtteil von München in Bayern, Deutschland.

Vor Ort+

Die Klosterkirche ist die erste Kirche in München, die vollständig in Stahlbetonbauweise errichtet wurde. Sie ist eine dreischiffige Hallenkirche in Sichtbeton. Der Chorraum der Schwestern ist beidseitig des Altars zum Hauptschiff hin geschlossen. Die Ausstattung stammt von regionalen Künstlern: Das Chor-Mosaik schuf Karl Knappe, Tabernakel und Sakramentsaltar stammen von Heinrich Kirchner, der Altarblock von Fritz Koenig und Karl Reidel. Leuchter und Altarkreuz wurden von Johannes Dumanski gefertigt, während die Chorschranken, Weihwasserbecken und Bronzebeschläge der Portale von Blasius Gerg stammen. Die Kunstschmiedearbeiten führte Herbert Altmann aus. Die Orgel auf der rückseitigen Empore wurde 1963 von der Firma Rieger aus Vorarlberg erbaut und verfügt über 25 Register. Im Glockenträger befinden sich drei historisch wertvolle Bronzeglocken, die bis heute von Hand geläutet werden.

In der Naehe+
  • Hochbunker Blumenstraße (Militärische Bauten, 392 m entfernt)
  • Schloss Alter Hof München (Schloss, 643 m entfernt)
  • Palais Törring-Jettenbach (Residenz, 759 m entfernt)
  • Frauenkirche (Sakralbau, 784 m entfernt)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Peterf / CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 48.1323, 11.5783