Herren- und GutshausFreyburg-Weischütz

Herrenhaus Weischütz

Herrenhaus Weischütz

Privatbesitz

Die auf der Ortsflur von Weischütz gefundene Stielspitze aus Feuerstein aus der Zeit des Übergangs von der Alt- zur Mittelsteinzeit sowie die mehrfach entdeckte Schnurkeramik weisen auf eine frühe Besiedlung der flachen Lößunterhänge im unteren Unstruttal hin. Bereits um 840 tritt südlich des Dorfes der Ortsname Fizendorpf auf, eine spätere Wüstung. Weischütz hingegen wird urkundlich erstmals am 26. Juli 1268 als Wischicz erwähnt. Der Ortsname ist vermutlich eine Ableitung des slawischen Wortes für Ausbau (vysěč).

Neben der Kirche war das Rittergut der Mittelpunkt des Ortes. Die Geschichte der Gutsbesitzer lässt sich anhand der Lehnbriefe der Landgrafen von Thüringen bis in das 14. Jahrhundert zurückverfolgen. Es war zunächst im Besitz der Familie von Kannawurf auf Weißensee. Von 1365 bis 1468 gehörte das Rittergut der Familie von Rockhausen auf Kirchscheidungen und gelangte dann in den Besitz derer von Thüna (1468 bis 1622), von Breitenbauch, von Nißmitz, von Wilcke und von Streit. Am historisierenden Erker des ehemaligen Rittergutes, das ehem. als Gemeindeamt genutzt wurde, befinden sich vier Wappenmedaillons der Vorbesitzerfamilien, und seitlich am Haus die Allianzwappen der Familien v. Thüna und v. Wiehe.

1945 wurden die Besitzer durch die Kommunisten enteignet und vertrieben.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Roland Neubert, Halle (Saale)

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 51.2202, 11.7033