Privatbesitz
Herrenhaus von Heßberg

1296 wurde Betzigerode erstmals urkundlich als Besitz der Herren von Löwenstein-Westerburg erwähnt. Heinrich von Löwenstein-Romrod, dessen Burg sich in der Nähe Zwestens befand, erhielt den Ort 1523 und legte dort einen Gutshof an. Die zu dessen Bearbeitung notwendigen Arbeitskräfte wurden entlang des Scheren-Grabens angesiedelt.
1661 waren Gut und Dorf Betzigerode im Besitz der Adelsfamilie Hund, kamen dann 1686 durch Erbschaft jeweils zur Hälfte an die von Dalwigk und an einen Major Eckhard, der eine Erbtochter Hund geheiratet hatte. 1713 kaufte Landgraf Karl das Gut Betzigerode von den Herren von Sobiwolski und überließ es seinem Sohn Maximilian. 1723 kam das Gut durch Kauf an die Witwe des ehemaligen landgräflichen Kanzlers Nikolaus Wilhelm Goddaeus (1646-1719), Amalie Elisabeth geb. d' Orville (1676-1752). Sie ließ das Herrenhaus umbauen und dabei einen für Gottesdienste bestimmten Raum erweitern und einen Glockenturm errichten. Nach dessen Fertigstellung stiftete sie 1733 eine Kirchenglocke und wertvolle Abendmahlsgeräte. Alle 14 Tage fand eine Predigt statt. Durch Heirat und Erbschaft kam das Gut 1768 an Ernst Ludwig von Heßberg (1737-1796), pensionierter hessen-kasselischer Hauptmann, der 1773 eine schöne kleine Kapelle erbauen ließ. 1960 verkaufte Eitel Reinhard von Heßberg die Ländereien des Gutes an die Siedlungsgesellschaft „Hessische Heimat“, die darauf Aussiedlerhöfe einrichtete.
Das einstige Herrenhaus auf dem ehemaligen Gutsgelände oberhalb des Dorfs, ein zweigeschossiger Fachwerkbau, ist in Privatbesitz und nicht öffentlich zugänglich. Westlich und südlich des Herrenhauses erstreckt sich eine englische Parkanlage mit altem Baumbestand.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.wehrbauten.de/thread.php?threadid=1367
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 51.0740, 9.1855