Herren- und GutshausReichwalde

Herrenhaus Reichwalde

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Schullandheim

Reichwaldes Siedlungsform als Platzdorf lässt auf eine deutsche Siedlungsgründung während der zweiten Phase der deutschen Ostkolonisation im 13. Jahrhundert schließen. Urkundlich erstmals erwähnt wird Rychenwald 1364, bereits 1394 ist ein Rittergut nachweisbar („Apeczko residem in Richenwalde“), das 1399 der Familie von Metzradt gehört.

Ludwig Reichsgraf von Pückler, Vater des späteren Fürsten Hermann von Pückler-Muskau und von 1798 bis zu seinem Tod im Jahr 1811 Muskauer Standesherr, kauft im Dürrejahr 1804 das Gut Reichwalde zu einem relativ günstigen Preis. Dadurch kommt Reichwalde zum zweiten Mal an die Standesherrschaft Muskau, nachdem bereits Kurt Reinicke von Callenberg um 1650 kurzzeitig im Besitz des Gutes war. Auf Pücklers Kosten werden 1804 die Kirche und ihr Turm ausgebessert. Noch vor 1840 wird das als Erbgut für die Schwestern des Fürsten gekaufte Gut Reichwalde schuldenthalber wieder verkauft.

Mit 215 Hektar besteht knapp ein Viertel der Flächen des Ritterguts aus Teichen, die zur intensiven Karpfenzucht genutzt werden.

Während des Zweiten Weltkriegs werden im Herrenhaus des Ritterguts Teile der V1- und V2-Raketen montiert. Durch die Bodenreform wird der Gutsbesitz 1945 enteignet und neu aufgeteilt. Im Herrenhaus werden Kindergarten und Schule untergebracht und Wohnräume eingerichtet.

Seit 1971 erfolgte eine Nutzung als Schullandheim. 2003 wurde ein Flügel abgebrochen, von 2006 bis 2008 erfolgte eine umfassende Sanierung. Das Herrenhaus dient nach wie vor als Schullandheim.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 51.3840, 14.6630