Herren- und GutshausLausnitz

Herrenhaus Lausnitz

Herrenhaus Lausnitz

Privat

Die urkundliche Ersterwähnung von Lausnitz war am 8. Juni 1266.

Mindestens seit dem 15. Jahrhundert gab es in Lausnitz Rittergüter: bis 1945 über 200 Jahre im Besitz der Familie von Wurmb, davor 250 Jahre in Besitz der Familie von Stein. Der "Untere Hof" hatte ein im Dorf als "Schloss" bezeichnetes Gutshaus, mit Rokoko-Möbeln, einer Sammlung von Meißner Porzellan und einer wertvollen Bibliothek. Dazu gehörte eine Parkanlage im Stil des Bayreuther Hofs. Der letzte männliche Besitzer, der Landwirt Lutze von Wurmb, fiel 1943 als Offizier im Zweiten Weltkrieg. Obwohl die Familie in der SBZ als "antifaschistisch" eingestuft worden war, wurde die Witwe mit drei Kindern im Herbst 1945 entschädigungslos enteignet und von ihrem Besitz verwiesen. Als Frau von Wurmb auch die Verhaftung drohte, floh sie mit den Kindern im Dezember 1945 nach Westdeutschland. Als die (im Jahre 1945 15-jährige) Tochter Maria von Below (geb. von Wurmb) nach der "Wende" Anfang der 1990er Jahre wieder in Lausnitz war, schilderte sie ihre Erlebnisse so: "Ländereien und Gebäude sind verkommen, Kunstschätze, Möbel und Bilder gestohlen".

Das Schloss befindet sich heute in privater Hand und wurde umfassend saniert.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 50.7285, 11.6905