Privatbesitz
Herrenhaus Kurzen Trechow

Das Herrenhaus Burg Trechow liegt im Ortsteil Kurzen Trechow am Süd-/Ostufer des Trechower Sees im Gemeindegebiet von Bernitt im Westen des Landkreises Rostock in Mecklenburg-Vorpommern.
Die heutige Anlage wurde im frühen 19. Jahrhundert auf den Grundmauern und Fundamenten einer mittelalterlichen Wasserburg im Stil der Frührenaissance errichtet; das Walmdachgebäude besitzt zwei Hauptgeschosse mit Rechteckfenstern sowie ein darüber liegendes Mezzaningeschoss mit Rundbogenfenstern. Die ursprüngliche Burganlage gehörte zu den wenigen Rittersitzen in Mecklenburg-Vorpommern, die den Dreißigjährigen Krieg im Kern weitgehend unbeschadet überdauert hatten. Im Jahr 2009 wurde das Gebäude als Kulturdenkmal geschützt.
Eine ehemalige Wasserburg aus dem 12. Jahrhundert wurde im 16. Jahrhundert durch ein Gebäude aus Feldsteinmauerwerk ersetzt. Um 1800 bis etwa 1814 erfolgte auf den Grundmauern aus gehauenem Granitgestein seiner Vorgängerbauten die Errichtung eines zweigeschossigen Gutshauses mit hohem Mittelrisalit im teilweise frühklassizistischen Stil. Dies geschah unter teilweiser Beibehaltung des Frührenaissancebaustiles des Vorgängerbaues. Der Treppenturm und zwei von drei Renaissance-Volutengiebeln wurde dabei abgerissen und das Hauptdach wurde zum Walmdach umgestaltet. Die Gartenseite erhält auch ein klassizistisches Äußeres. Verantwortlich für den Umbau des Gebäudes war der Schweriner Stallmeister Johann von Plüskow.
Gutsherren zu Trechow waren seit dem Mittelalter unter anderem die Familien von Trechow, Maltzahn, Plüskow und Oertzen. Von 1847 bis zur Vertreibung des Gutsherren Hennecke von Plessen im Jahr 1945 befand sich die Burg Trechow und das zugehörige Rittergut im Eigentum der Familie von Plessen. Unter sowjetischer Militärbesatzung nach Kriegsende wurde das Herrenhaus zunächst als russisches Lazarett und Militärkommandantur unter Kommandant Kasanowitsch genutzt; nachfolgend wurde es Gefängnis-Außenstelle der Justizvollzugsanstalt Bützow, zur Internierung von sowjetischen Soldaten, die in der Russischen Befreiungsarmee gedient hatten. Ab 1946 beherbergte das Gebäude Flüchtlingsfamilien. In der Zeit von 1959 bis 1989 wurden Räume der Burg Trechow als LPG-Verwaltung, Gemeindeverwaltung, Verkaufsstelle, Gemeindeschwesterzimmer, Kino, Kindergarten, Kinderkrippe, Kulturraum, Gaststätte und Wahlbüro verwendet.
Im Jahr 2005 konnte der Enkel des Hennecke von Plessen, Christian Schierning, das Herrenhaus von der Gemeinde kaufen und Teile des vormaligen Gutes hinzuerwerben.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Roland Neubert, Halle (Saale)
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 53.8689, 11.9103